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05.02.2017 | Wettkampf | www.leichtathletik.de / Jörg Wenig

Krause vor Halbmarathon Premiere

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Gesa Krause trifft bei Premiere auf die absolute Weltklasse. Für ihren ersten Halbmarathon hat sich Gesa Krause (Silvesterlauf Trier e.V.) gleich einen Kracher ausgesucht. Beim Rennen in Ras Al Khaimah am 10. Februar 2017 trifft das Hindernislauf-Ass und "Leichtathletin des Jahres" auf die versammelte Straßenlauf-Weltelite.

Für ihren ersten Halbmarathon hat sich Gesa Krause gleich einen Kracher ausgesucht (Foto: Holger Teusch).

Für ihren ersten Halbmarathon hat sich Gesa Krause gleich einen Kracher ausgesucht (Foto: Holger Teusch).

Eines der besten Felder aller Zeiten in einem City-Halbmarathon wird am 10. Februar in Ras Al Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Start gehen. Unter zehn Männern mit Bestzeiten von unter einer Stunde sind die Kenianer Stanley Biwott und Solomon Yego sowie Abraham Cheroben (Bahrain). Noch stärker ist das Feld der Frauen: Acht Läuferinnen erreichten bereits Ergebnisse von unter 68 Minuten, vier von ihnen rannten sogar schon unter 67 Minuten. Unter den großen Favoritinnen sind die Kenianerinnen Jemima Sumgong, Mary Keitany und Peres Jepchirchir sowie die Äthiopierin Tirunesh Dibaba.

In diesem absoluten Topfeld wird die deutsche 3.000-Meter-Hindernis-Europameisterin Gesa Krause (Silvesterlauf Trier) ihr Debüt über die 21,0975-Kilometer-Distanz laufen. Die 24-Jährige ist in einem Wettkampf bisher noch nie länger als 10 Kilometer gelaufen. Im Training hat sie sich inzwischen jedoch an längere Distanzen gewöhnt, die auch schon einmal über die Halbmarathonstrecke hinaus gehen können. Momentan bereitet sie sich in der Höhe Kenias auf die Saison vor.

Lauf gegen den inneren Schweinehund

„Das Startfeld mit einer Weltklassebesetzung aus Kenia und Äthiopien schreckt mich nicht ab, denn ich laufe für mich und gegen meinen inneren Schweinehund“, schrieb Gesa Krause auf ihrer Internetseite. „Dass ich in naher Zukunft die Strecke wechseln werde, kann ich mir zwar noch nicht vorstellen, aber ich glaube, dass es mir Spaß machen wird. Mein Trainer hat mich noch nie unvorbereitet in ein Rennen geschickt und so bin ich zuversichtlich.“ Mit Coach Wolfgang Heinig hat Gesa Krause einen besonders auch im Marathon erfolgreichen Trainer an ihrer Seite. So darf man gespannt sein, was die Läuferin in der kommenden Woche in dem Wüsten-Emirat erreichen kann.

Ein erfolgreiches Pflaster war Ras Al Khaimah in der Vergangenheit immer wieder für Mary Keitany. Die Kenianerin stellte dort vor sechs Jahren mit 65:50 Minuten einen Weltrekord auf, der inzwischen aber unterboten wurde. Als Streckenrekord und persönliche Bestzeit von Keitany hat diese Zeit aber nach wie vor Bestand. Doch es ist gut möglich, dass die Zeit am Freitag nächster Woche in Gefahr gerät.

Marathon-Olympiasiegerin gegen Bahn-Olympiasiegerin

Neben der dreifachen Ras Al Khaimah-Siegerin Keitany könnten vielleicht noch drei andere Läuferinnen in derartige Zeitbereiche vordringen: Kenias Marathon-Olympiasiegerin Jemima Sumgong (Bestzeit: 66:58 min), ihre Landsfrau Peres Jepchirchir (66:39 min), die im vergangenen Jahr den Halbmarathon-WM-Titel gewann, und die dreimalige Olympiasiegerin über die Bahn-Langstrecken, Tirunesh Dibaba.

Die Äthiopierin will sich in diesem Frühjahr auf der Straße zurückmelden. Dreimal startete sie bisher beim Halbmarathon in Newcastle, der jedoch nicht die Anforderungen für offizielle Rekorde erfüllt. Auf der Punkt-zu-Punkt-Strecke erreichte Dibaba eine hochklassige Zeit von 66:56 Minuten. Wenn man berücksichtigt, dass 19 der 50 schnellsten je gelaufenen Halbmarathon-Frauenzeiten aus Ras Al Khaimah stammen, darf man ein weiteres hochklassiges Rennen erwarten.

Angriff auf Patrick Makaus Streckenrekord

Auch bei den Männern geht es dem Race-Direktor Nathan Clayton darum, mit einer hochklassigen Besetzung spannende und zugleich sehr schnelle Rennen zu produzieren. Hier steht der Streckenrekord des Kenianers Patrick Makau bereits seit 2009 bei 58:52 Minuten. Im vergangenen Jahr als auch 2013 jeweils Zweiter war Stanley Biwott. Will er in der nächsten Woche erstmals gewinnen, muss der Kenianer eine Reihe von Athleten hinter sich lassen, die schon schneller liefen als er. Biwotts Bestzeit steht bei 59:36 Minuten.

Der schnellste Läufer auf der Startliste ist sein Landsmann Solomon Yego, der bereits 58:44 Minuten erreichte. Der aus Kenia stammende Abraham Cheroben (Bahrain/58:48 min), der im vergangenen Jahr bereits Vierter in Ras Al Khaimah war, und Stephen Kibet (Kenia/58:54 min) liefen ebenfalls schon unter 59 Minuten. Das Rennen wird im Internet zu sehen sein, startet allerdings um 6:45 Uhr Ortszeit (3:45 Uhr in Deutschland). Informationen zum Live-Stream gibt es vor dem Lauf im Internet unter: www.rakmarathon.org

Die Favoriten mit Bestzeiten in der Übersicht

Männer
Solomon Yego (KEN) 58:44
Abraham Cheroben (BRN) 58:48
Stephen Kibet (KEN) 58:54
Bedan Karoki (KEN) 59:14
Daniel Wanjiru (KEN) 59:20
Edwin Kipyego (KEN) 59:30
Stanley Biwott (KEN) 59:36
Nguse Amlosom (ERI) 59:39
Adugna Tekele (ETH) 59:40
Yigrem Demelash (ETH) 59:48

Frauen
Mary Keitany (KEN) 65:50
Peres Jepchirchir (KEN) 66:39
Tirunesh Dibaba (ETH) 66:56
Jemima Sumgong (KEN) 66:58
Belaynesh Oljira (ETH) 67:27
Netsanet Gudeta (ETH) 67:31
Helah Kiprop (KEN) 67:39
Veronicah Niyaruai (KEN) 67:58
Rose Chelimo (BRN) 68:08
Gesa Krause (Silvesterlauf Trier) Debüt


07.08.2017 |