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07.05.2017 | Wettkampf | Rene Weiss

Der Weg nach London beginnt in Neuwied

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545 Kilometer Luftlinie oder zeitlich ausgedrückt drei Monate liegen zwischen London und Neuwied, wo für die deutschen „Könige der Leichtathleten" am Freitag, 12. Mai, ab 17.45 Uhr beim Deichmeeting der Weg in Richtung Weltmeisterschaft beginnt. Noch vor den anderen Mehrkampfklassikern in Götzis und Ratingen geht es im Rhein-Wied-Stadion um einen ersten Fingerzeig, wie die deutschen Top-Athleten aus dem Winter gekommen sind.

Hallen-Europa-Meisterin Cindy Roleder geht in Neuwied im Vierkampf an den Start (Foto: Chai von der Laage).

Hallen-Europa-Meisterin Cindy Roleder geht in Neuwied im Vierkampf an den Start (Foto: Chai von der Laage).

Auf die deutschen Leichtathletik-Mehrkämpfer ist bei großen Meisterschaften Verlass. Seit dem Jahr 2009 haben sie bei Welt- und Europameisterschaften mit insgesamt sechs Medaillen geglänzt. Diese Serie fortzusetzen, das ist das Ziel beim Jahreshöhepunkt 2017. In London treffen sich im August die besten Werfer, Läufer und Springer der Welt ein Jahr nach den Olympischen Spielen von Rio de Janeiro zum nächsten Kräftemessen auf großer Bühne. Kai Kazmirek fiebert dem Vierkampf aus Hürdensprint, Hochsprung, Diskuswurf und 200 Metern besonders entgegen. Der Lokalmatador von der LG Rhein-Wied ist verletzungsfrei durch den Winter gekommen und erhofft sich dadurch noch einmal einen Leistungsvorsprung gegenüber den vergangenen Jahren.

Nach den Plätzen sechs bei der EM 2014 sowie der WM 2015 und Olympia-Rang vier in Rio de Janeiro mit persönlicher Bestleistung von 8580 Punkten will der 26-Jährige in London Edelmetall gewinnen. Dafür hat er in der Saisonvorbereitung besonderen Wert auf den Stabhochsprung und Diskuswurf gelegt. Ob sich das intensivierte Wurftraining schon bemerkbar macht, wird sich in Neuwied zeigen. Die deutschen Top-Athleten, die die WM-Qualifikation anstreben, haben sich für den 12. Mai allesamt angekündigt. Neben Kazmirek zählen der WM-Dritte von 2015 Rico Freimuth (SV Halle), der Ratingen-Sieger von 2016 Arthur Abele (SSV Ulm) und möglicherweise auch Mathias Brugger (SSV Ulm), der Hallen-WM-Dritte von 2016, dazu. Die U23-Athleten richten sich für Bydgoszcz her, wo in diesem Jahr die Europameisterschaft steigt. Manuel Eitel, Tim Nowak (beide SSV Ulm), Jan Ruhrmann (TSV Bayer Dormagen) und Torben Blech (TSV Bayer 04 Leverkusen) heißen die Anwärter auf die Tickets. Auch sie geben am Rhein ihre Visitenkarte ab.

Genauso hochklassig besetzt ist das Teilnehmerfeld der Frauen: Die Olympia-Fünfte Carolin Schäfer (LG Eintracht Frankfurt) hat eine WM-Medaille als Saisonziel ausgegeben. Drei davon hat Jennifer Oeser (TSV Bayer 04 Leverkusen) bereits gesammelt. Zwei Neuwied-Starterinnen bewiesen bereits in der Hallensaison internationales Spitzenformat. Topsprinterin Cindy Roleder (SV Halle) gewann EM-Gold über 60 Meter Hürden, Claudia Salman-Rath (LG Eintracht Frankfurt) sicherte sich Weitsprung-Bronze. „Wir haben ein Top-Feld am Start", fasst Meeting-Organisator Andree Kazmirek zusammen. „Und die Athleten werden hochmotiviert sein, bei der ersten Standortbestimmung direkt ein Ausrufezeichen zu setzen." Denn Neuwied ist immerhin der erste Schritt auf dem Weg nach London.

Die Teilnehmer
Männer: Kai Kazmirek, Arthur Abele, Rico Freimuth, Mathias Brugger, Patrick Scherfose, Tim Nowak, Manuel Eitel, Jan Ruhrmann, Torben Blech.

Frauen: Carolin Schäfer, Claudia Salman-Rath, Jennifer Oeser, Anna Maiwald, Cindy Roleder, Celina Leffler, Kira Biesenbach, Mareike Arndt, Sophie Hamann, Caroline Klein.

Weitere Infos: www.deichmeeting.de