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19.10.2017 | Verband | Holger Teusch

Mertes erhält Sport-Obelisken

Partner des LVR:

Als einziger Leichtathlet ist Berthold Mertes in diesem Jahr mit dem Sport-Obelisken ausgezeichnet worden. Damit wird das Engagement des 54-Jährigen bei der Organisation des Bitburger 0,0% Silvesterlaufs in Trier und als Trainer gewürdigt.

Berthold Mertes erhält Sport-Obelisken (Foto: LSB - Heinze).

Berthold Mertes erhält Sport-Obelisken (Foto: LSB - Heinze).

Der Sport-Obelisk gehöre zur Hälfte auch Christoph Güntzer, möchte Berthold Mertes die Auszeichnung, die vom rheinland-pfälzischen Innenminister (diesmal stellvertretend durch Staatssekretär Randolf Stich) in Kooperation mit dem Landessportbund, vertreten durch LSB-Präsidentin Karin Augustin und SBR-Präsidentin Monika Sauer, vergeben wird, nicht allein auf sich gemünzt sehen. Denn sein im Frühjahr verstorbener Freund war bei den meisten von Mertes' ehrenamtlichen Aktivitäten mit dabei.

Mit Güntzer hatte Mertes unter der ebenfalls im Sommer verstorbenen Trierer Trainerlegende Volkhart Rosch in den 1980er Jahren beim Post-Sportverein Trier seine ersten Leichtathletik-Erfahrungen gesammelt. „Volkhart hat mich und Christoph für die Sportart begeistert“, blickt Marathonläufer Mertes (Bestzeit 2:22:15 Stunden) zurück. 1990 organisierten Mertes und Güntzer erstmals den Trierer Silvesterlauf. Das Duo war entscheidend daran beteiligt, dass sich der Jahresabschlusslauf im Westen der Republik zu Deutschlands bedeutendsten und zu einem weltweit beachteten Rennen entwickelte. Zusammen mit Norbert Ruschel bildeten Mertes und Güntzer den ersten Vorstand des 2002 gegründeten Silvesterlauf Trier e.V. Unvergessen das 20. Veranstaltungs-Jubiläum 2009 mit Haile Gebrselassie. Auch die Verpflichtung von Hindernislauf-Europameisterin Gesa Krause, die seit Jahresbeginn 2017 für den Silvesterlauf-Verein startet, fädelte das Duo vor Güntzers heimtückischer Erkrankung zunächst noch gemeinsam mit ein.

Die Preisverleihung in Mainz sei wegen der Nähe zu Christoph Güntzers Tod eine sehr emotionale Sache für ihn gewesen, sagt Mertes. Auch wenn mit dem Sport-Obelisken mindestens 20-jähriges Engagement geehrt wird, als Schlusspunkt seines sportlichen Schaffens sieht Mertes die Verleihung nicht. Die Vereinsführung liegt zwar längst in anderen Händen und auch bei der Organisation des Trierer Silvesterlaufs ist die Arbeit auf viele Schultern verteilt. Aber nicht nur Mertes' Rat ist weiterhin gefragt. Er packt auch tatkräftig an, besonders wenn sein Fachwissen und Fingerspitzengefühl bei der Zusammenstellung der Eliteläufe nötig sind.

Seine Erfahrung sammelte Mertes nicht nur als aktiver Läufer und Organisator, sondern auch als Trainer. Beim ersten Trierer Silvesterlauf fiel ihm und Güntzer der damals 16-jährige Guido Streit auf. Als Trainer führte Mertes den aus Sirzenich bei Trier stammenden Läufer unter anderem zuerst beim TV Germania Trier (unter dessen Dach bis 2001 auch der Silvesterlauf organisiert wurde) zur deutschen Jugendmeisterschaft und später (beim TSV Bayer 04 Leverkusen) zum nationalen Vizetitel im Crosslauf (Mittelstrecke). Zu Beginn der 1990 Jahre waren von Mertes betreute Nachwuchsläufer mit tonangebend in Rheinland-Pfalz.

Mit Mertes' beruflichen Wechsel vom Trierischen Volksfreund (wo der gelernte Bankkaufmann nach seinem Volontariat als Sportredakteur arbeitete) zum Sport-Informationsdienst nach Neuss 1997 endete auch sein Trainer-Engagement in der Region Trier. Über die NADA (Leiter Marketing und Kommunikation 2010-12) kam Mertes zum Bonner Generalanzeiger, wo er seit 2013 die Sportredaktion leitet. Auch wenn Mertes mit Ehefrau Waltraud (das Paar hat zwei Kinder) seit fast zwei Jahrzehnten in Nordrhein-Westfalen wohnt, im Herzen ist und bleibt Berthold Mertes Trierer. Das zeigt sich nicht nur daran, dass er zuletzt beim Köln-Marathon für „seinen“ Silvesterlauf-Verein startete (3:21:34 Stunden nach Erkältung Mitte September und ausgefallenen langen Läufen). „Der Sport-Obelisk ist auch eine Auszeichnung für den Verein und Trier“, sagt er.


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