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Jugendlager in Kassel 2016

Mittwoch, 15.06.2016:
Nach unserer Anreise mit dem Zug und Taxi trafen wir nachmittags in der Jugendherberge in Kassel ein. Beim Beziehen der Zimmer und beim Abendessen konnten wir schon einige Athleten aus den anderen Verbänden kennenlernen. Am Abend trafen wir uns mit den Betreuern, die die allgemeinen Regeln erklärten und den groben Zeitplan vorstellten. In den folgenden zwei Stunden wurden kommunikative Spiele durchgeführt, welche den Sinn hatten, dass die Athleten sich untereinander und auch die Namen besser kennenlernten.

Donnerstag, 16.06.2016:
Nach dem Klingeln des Weckers um 6:30 Uhr gab es Frühstück und darauf folgte das erste Training. Die Gruppe wurde hierfür in vier Gruppen eingeteilt, nämlich die Abteilungen Wurf, Sprint, Lauf und Sprung. Trainiert wurden die Gruppen von Kadertrainern des Hessischen Landesverbandes. Für das Mittagessen in der Jugendherberge an diesem Tag wurden wir von einer Schulklasse aus Kassel mit Sachen vom Grill bedient, worüber wir uns sehr gefreut haben. Am Nachmittag sind wir mit dem gesamten Jugendlager ins Schwimmbad gefahren und haben uns bis zum frühen Abend dort vergnügt. Nach diesem ersten Tag und den gemeinsamen Aktivitäten hatten wir uns schon recht gut kennengelernt und ließen den Abend mit Abendessen und Freizeit ausklingen.

Freitag, 17.06.2016 :
Nach dem Frühstück besuchte uns ein Jugendbeauftragter des DLV und informierte uns über verschiedene Aspekte der Dopingproblematik. Uns wurden dabei Fragen wie „Was ist Doping überhaupt?“, „Wie wird entschieden, was als Doping gilt?“ oder „Welche Folgen kann Doping haben?“ beantwortet. Über den Ablauf einer möglichen Dopingkontrolle – wenn es denn einmal so weit kommen sollte – sind wir nun also auch aufgeklärt. Der nächste Programmpunkt war die sogenannte Lager-Olympiade. Wir wurden dazu in sechs Gruppen mit jeweils ca.12 Teilnehmern aufgeteilt. Jede Gruppe gab sich einen Namen und musste dann sechs verschiedene Geschicklichkeitsaufgaben bewältigen. So lernten wir uns auch untereinander noch einmal besser kennen. Als nächstes wurden wir mit DLV-Jugendlager-T-Shirts ausgestattet und bereiteten Schlachtrufe vor, um am nächsten Tag ordentlich für Stimmung im Auestadion zu sorgen. Am Nachmittag hatten wir Freizeit. Laut Plan war eigentlich ein Besuch in einem Kletterpark vorgesehen, der entfiel jedoch aufgrund von regnerischem Wetter. Stattdessen erkundeten wir in Gruppen die Stadt. Damit war dann auch der Rest des zweiten Tages in Kassel gefüllt.

Samstag, 18.06.2016 :
Am Samstag frühstückten wir gemeinsam im Frühstücksraum und freuten uns auf den ersten Tag der 116. Deutschen Meisterschaften der Frauen und Männer und der Staffeln der U20. Mit unseren frisch gepackten Lunchpaketen machten wir uns um 8:20 Uhr mit dem Bus auf den Weg zum Auestadion in Kassel. Zur Eröffnung schauten wir die Staffeln der männlichen und weiblichen U20 über 4x400m und 3x800m, beziehungsweise 3x1000m im Rahmenwettbewerb. Eine von uns, Anna Rodenkirch, war ja bei der 4x400m-Jugendstaffel dabei, die der verbleibende Rest von uns selbstredend ganz besonders anfeuerte. Danach folgten einige Highlights, die wir natürlich auch aus der Nähe betrachten wollten. Wir gingen auf die Haupttribüne und schauten gespannt auf das 100m Finale der Frauen, welches Tatjana Pinto mit einer Zeit von 11,22 sec und der Olympianorm gewann. Matthias Bühler lief über die 110m Hürden in 13,44 sec. Er gewann damit seinen sechsten DM-Titel und das Ticket nach Rio. Ein gelungener Abschluss war das Finale über 100m, das Julian Reus mit einer Zeit von 10,30 sec dominierte. Danach machten wir uns gespannt auf in eine nahegelegene Sporthalle, in der wir Cindy Roleder, die Gewinnerin der 100m Hürden, zum Athletentalk trafen. Schnell beantwortete sie die von uns gestellten Fragen, da sie zur Dopingkontrolle musste. Trotzdem war es für uns ein gelungener und spannender Tag, den wir mit gemeinsamer Freizeit am Abend ausklingen lassen konnten.

Sonntag, 19.06.2016:
An diesem Morgen ging es für uns alle früh los. Nach dem gemeinsamen Frühstück in der Jugendherberge machten wir uns auf den Weg zum Auestadion. Dort wurde uns die Möglichkeit eröffnet, mit fünf für die jeweiligen Disziplinen (Sprint, Sprung, Wurf, Lauf) spezialisierten Bundestrainern zu trainieren. Nach etwa zwei Stunden interessantem Training, wo wir verschiedene Trainingsmethoden kennenlernten, bedankten wir uns mit unserem unverwechselbaren Schlachtruf während einer Versammlung der „Freunde der Leichtathletik“ bei diesen, ohne deren finanzielle Unterstützung das Jugendlager in dieser Form nicht möglich gewesen wäre. Den restlichen Mittag verbrachten wir im Stadion, wo wir zahlreiche Wettkämpfe verfolgten. Unter anderem sorgte Diskuswerfer Robert Harting für ein Highlight bei den 116. Deutschen Meisterschaften mit einem phänomenalen letzten Wurf über 68m, mit dem er sich nach einem spannenden Wettkampf den Titel des Deutschen Meisters sicherte. Zu weiteren Highlights zählte der 200m-Lauf mit einer Top-Besetzung durch Gina Lückenkemper, Lisa Mayer, Rebecca Haase, … sowie der Speerwurf mit Christin Hussong, und auch der Kugelstoßwettbewerb mit Christina Schwanitz. Auch das 1500m Rennen mit der erst 19- jährigen Siegerin Konstanze Klosterhalfen löste beim Publikum Emotionen aus. Das Niveau dieser Deutschen Meisterschaften war sehr hoch, unter anderem durch die bevorstehenden Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, wo zahlreiche Athleten in Kassel die erforderten Normen erfüllten. Thomas Röhler, der momentan beste Speerwerfer der Welt, der diese Norm schon zuvor erfüllt hatte, besuchte uns, das DLV Jugendlager, in unserer lautstarken „Fankurve“. Ihm durften wir diverse Fragen stellen, die er offen beantwortete. Danach stand er noch für Autogramme und Fotos bereit. Abends kehrten wir zur Jugendherberge zurück, wo wir unseren Abschlussabend hatten. Dort spielten wir zahlreiche „Mini-Spiele“, die nochmal unser Gemeinschaftsgefühl stärkten. Nach einem schönen Abend reisten wir am nächsten Morgen ab.

Wir vier, Jannik Weiß, Tokessa Zinn, Simon Gilles und Anna Rodenkirch, verbrachten fünf schöne und erlebnisreiche Tage in Kassel und werden uns immer an diese Zeit erinnern, aus der wir zahlreiche Erfahrungen und viel Motivation mitnehmen.

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