Logo LV Rheinland
Zum Inhalt Nebennavigation
Zum Inhalt Hauptnavigation
 [RSS]  [News]  [Service]  [Shop] 
Zum Inhalt Navigation zweiter und dritter Ebene

20.05.2017 | Verband | Heinz Reifferscheid

Leichtathleten trauern um Bruno Esch

Partner des LVR:

Am 30. April 2017 verstarb nach langer schwerer Krankheit Bruno Esch aus Kerpen. Er wurde 71 Jahre alt. Auch wenn der ehemalige Rektor der Hilles-heimer Realschule und vielseitige ehrenamtliche Sportfunktionär sich vor einigen Jahren aus gesundheitlichen Gründen von der sportlichen Bühne zurückziehen musste, gibt es noch viele Erinnerungen an Bruno Esch. Die Leichtathletik-Gemeinschaft Vulkaneifel wäre ohne dessen großes Engagement wahrscheinlich längst Geschichte.

Bruno Esch im Vordergrund mit Sonnenbrille am Mikro bei der Einweihung der Kunststoffbahn in Daun. Dahinter der damalige Bürgermeister Waldorf (VG Daun) und verdeckt Walfried Heinz, damals LVR-Vorsitzender, heute Ehrenpräsident (Foto: Heinz Reifferscheid).

Bruno Esch im Vordergrund mit Sonnenbrille am Mikro bei der Einweihung der Kunststoffbahn in Daun. Dahinter der damalige Bürgermeister Waldorf (VG Daun) und verdeckt Walfried Heinz, damals LVR-Vorsitzender, heute Ehrenpräsident (Foto: Heinz Reifferscheid).

Zur Leichtathletik kam Bruno Esch Anfang der Neunziger durch die sportlichen Ambitionen der Kinder Michaela (mehrfache Landesmeisterin auf langen Strecken) und Thomas, die zu meiner Trainingsgruppe gehörten. 1992 wurde er zum Retter der LGV, die damals vor dem Aus stand, weil sich weder ein Vorsitzender noch ein Vorstand fand, in dem er kommissarisch die Führung von LA-Kreis und LGV übernahm. Ein Auszug aus der LGV-Chronik zum 40-jährigen:

Bald nach Jahresbeginn (1992) erreichte die LGV eine weitere schlechte Nachricht. Johannes Frings, damals 54 Jahre alt, war schwer erkrankt und im März wurde es Gewissheit: Auf ärztliches Anraten legte er sämtliche Ehrenämter (auch außerhalb des Sports) nieder, so auch den Kreis- und LGV-Vorsitz, den er seit 6 Jahren als Nachfolger von Christoph Müller innehatte. Ein Schock damals und ein heftiger Rückschlag für die Bemühungen um einen neuen regionalen Leichtathletik-Aufschwung.

Die Vorstände von LA-Kreis und LGV befassten sich nach dem Frings-Rücktritt in mehreren Zusammenkünften mit der Krisensituation. Aber wie schon befürchtet, gab es keinen Kandidaten für die Nachfolge des Multifunktionärs aus Üdersdorf. Mit der Ausnahme, dass Walter Häser neuer LA-Abteilungsleiter beim TuS 05 Daun wurde. Schließlich erklärte sich der damalige Sportkreisvorsitzende Bruno Esch bereit, zusätzlich beide Ämter kommissarisch zu übernehmen. Dies auch im Hinblick auf die unmittelbar bevorstehende Eröffnung der Kunststoffbahn im Dauner Wehrbüsch-stadion. Bruno Esch war kein Unbekannter in der „Szene“.

Viele Jahre organisierte der für den VfB Ahbach den Ostercrosslauf in Niederehe, dem später ein Straßenlauf folgte – der Vorläufer des heutigen Leudersdorfer Osterlaufes. Der damaligen Krisenzeit folgte ein großer Aufbruch in der LGV. Gründervater Christoph Müller startete sein Comeback als Vorsitzender, Professor Waldemar Hartmann übernahm den Kreisvorsitz. Begünstigt durch die Einweihung der Kunststofflaufbahn im Wehrbüschstadion, aber auch weil zum Beispiel mit Rolf Haferkamp, Willy Oelert und Jochen Kowalinski neue Leute ins Boot einstiegen, war bald der Weg zum längsten Höhenflug der LGV, der bis 2007 andauern sollte, geebnet. Ohne das damalige Engagement von Bruno Esch wäre es kaum dazu gekommen.


30.04.2017 |