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12.08.2017 | Wettkampf | Annika Gäb

Kazmirek holt die Medaille!

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Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) sichert sich mit starken Leistungen WM-Bronze im Zehnkampf in London.

Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) holt die Medaille (Foto: Iris Hensel)!

Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) holt die Medaille (Foto: Iris Hensel)!

Über die 110 Meter Hürden wäre vielleicht noch ein bisschen mehr drin gewesen. 14,66 Sekunden waren Platz 14 in dieser Disziplin. Aber der Kurs auf die Medaillen wurde weiterhin gewahrt, nicht zuletzt auch deshalb, weil zwei Konkurrenten um die Podiumsplätze die Segel streichen mussten. Mit Spannung ging es in den Diskuswurf-Ring. Im vergangenen bei Olympia in Rio hatte Kazmirek hier wichtige Punkte liegen lassen, und in dieser Saison hat er intensiv an seinem Diskuswurf gearbeitet. Das Training zahlte sich aus: Kazmirek schleuderte die Scheibe im dritten Versuch auf 45,06 Meter.

Kazmireks Trainer Jörg Roos war nach dem Diskuswurf die Zuversicht auf das Gesicht geschrieben, denn nun war klar: Die Medaille ist tatsächlich in Greifweite, hat sein Schützling beim nachfolgenden Stabhochsprung doch das Potential, sich noch einmal deutlich abzusetzen. Doch auch Roos wird etwas gezittert haben, als die Latte in Höhe vom 5,00 Metern zweimal fiel. Aber der dritte Versuch saß, ebenso wie der zweite über 5,10 Meter passte, so dass auf Kazmireks Konto weitere 941 Punkte gutgeschrieben wurden. Auf dem Bronzerang und mit ordentlichem Abstand nach hinten ging es am frühen Abend zum Speerwurf, und hier warf Kazmirek gleich zu Beginn Saisonbestleistung von 62,45 Metern.

So war die Ausgangslage vor dem abschließenden 1500-Meter-Lauf bereits eindeutig: Kevin Mayer (Frankreich) führte mit 173 Punkten vor Rico Freimuth (SV Halle), welcher wiederum fast 100 Punkte vor Kazmirek lag. Dessen Vorsprung war mit 110 Punkten vor dem Vierten, dem Esten Janek Oiglane, so komfortabel, dass das Rennen kaum Gefahr für seine Bronzemedaille barg. In 4:36,07 Minuten - ebenfalls Saisonbestzeit - kam er als Zehnter ins Ziel und durfte über seine erste WM-Medaille jubeln. Mit 8488 Punkten machte er in London den zweitbesten Zehnkampf seiner Karriere. "Ich bin einfach nur happy. Mit der Punktzahl eine Medaille zu holen, ist megaklasse“, freute sich Kazmirek über seinen Erfolg. Mayer kam für seine Goldmedaille auf 8768 Punkte, Freimuth sammelte für Silber 8564 Punkte.