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14.02.2020 | Verband | Annika Gäb

Erste gemeinsame Verbandsratssitzung in RLP

Partner des LVR:

Am 18. Januar 2020 waren die Leichtathletik-Verbandsräte aus dem Rheinland, der Pfalz und aus Rheinhessen nach Mainz geladen, um erstmals gemeinsam die Fusion zu einem Leichtathletik-Verband Rheinland-Pfalz zu diskutieren.

Die Präsidenten der drei Leichtathletik Landesverbände in Rheinland-Pfalz beim Verbandstag 2019 in Bad Ems. In Mainz wurde Klaus Lotz von Vizepräsident Stefan Kölsch vertreten (Foto: privat).

Die Präsidenten der drei Leichtathletik Landesverbände in Rheinland-Pfalz beim Verbandstag 2019 in Bad Ems. In Mainz wurde Klaus Lotz von Vizepräsident Stefan Kölsch vertreten (Foto: privat).

Ziel des Treffens war ein gegenseitiges Kennenlernen, ein Austausch über die Erwartungen an eine Fusion und die Diskussion des Satzungsentwurfs. 36 Verbandsräte waren der Einladung gefolgt, jeweils etwa gleich viele pro Verband. Die LV-Präsidenten aus Rheinhessen, Paul Blaschke, und aus der Pfalz, Joachim Tremmel, sowie der LVR-Vizepräsident Stefan Kölsch (in Vertretung für Klaus Lotz) führten durch das Programm. Dabei gab Paul Blaschke zunächst eine Zusammenfassung über den aktuellen Stand der Fusionsbemühungen. In allen drei Landesverbänden bezeichnete er die Situation als „gespannt“, denn fehlende Funktionsträger und die Schwierigkeit, junge Menschen für Aufgaben im Verband zu gewinnen, würden die Verbandsarbeit vor eine große Herausforderung stellen. Ein Zusammenschluss der Landesverbände könne Abhilfe schaffen. Dabei sei eine „zufriedenstellende gemeinsame Lösung“ das Ziel. In vielen Bereichen, beispielsweise im Finanzwesen, in der Wettkampforganisation und im Lehrwesen, unterscheiden sich die Strukturen in den drei Verbänden sehr stark, so dass es hier nicht immer einfach ist, eine gemeinsame Linie zu finden. Dennoch konnte die Arbeitsgemeinschaft bereits viele Fortschritte erzielen.

Der Entwurf zu einer neuen Satzung, der den Verbandsräten vorliegt, wurde in seinen groben Zügen skizziert. Statt der bisherigen Kreise soll es als Ebene unterhalb des Verbandes vier Regionen geben, wobei der LV Rheinland in die Regionen „Koblenz“ und „Trier“ aufgeteilt wird. Rheinhessen soll mit dem Kreis Bad Kreuznach zur Region „Rheinhessen/Nahe“ werden. Die vierte Region ist die Pfalz. Als Organe des neuen Landesverbands Rheinland-Pfalz werden der Verbandstag, der Verbandsrat, das Präsidium, die Fachausschüsse, der Rechtsausschuss und der Ehrenrat fungieren. Beim Verbandstag stimmberechtigt sollen bei Regionstagen gewählte Delegierte sein (Stimmenzahl nach Mitgliederzahl gestaffelt), weiterhin das Präsidium, die Fachwarte und Beauftragten sowie die Mitglieder des Ehrenrats. In einem zukünftigen Präsidium wird es neben einem Präsidenten einen Vizepräsidenten Finanzen, zwei allgemeine Vizepräsidenten, sowie vier weitere Vizepräsidenten für Leistungssport, Wettkampforganisation, Breitensport und Jugend geben. Die Organe der zukünftigen Regionen sollen die Regionstage sowie die Regionsvorstände sein.

Nachdem die Pläne den Verbandsräten vorgestellt worden waren, gab es gleich eine rege Diskussion. Zahlreiche Vorteile, die eine Fusion mit sich bringen kann, wurden formuliert. Pro-Argumente artikulierten unter anderem den Wunsch nach schlankeren und effizienteren Strukturen. Die Athletinnen und Athleten könnten besser gefördert werden, außerdem seien mehr und bessere Fortbildungen für Trainer und Kampfrichter möglich. Weiterhin erhoffe man sich von einem vereinten Verband eine „lautere Stimme“ potentiellen Sponsoren, dem DLV oder der Politik gegenüber. Doch auch kritische Aspekte wurden diskutiert. So befürchteten einige Teilnehmer der Sitzung, dass die Distanz zwischen Verband und Vereinen durch den Wegfall der Kreis-Ebene zu groß werden könne. Auch könne die Arbeit der Funktionäre durch weitere Anfahrtswege eher mehr als weniger werden. Andere sorgten sich, dass bestehende funktionierende lokale Strukturen mit der Fusion zerschlagen werden.

Die Mitglieder der für die Fusion zuständigen ArGe nahmen viele Anregungen und Ideen, aber auch Kritik mit in ihre nächsten Sitzungen. Klar wurde, dass noch nicht alle Verbandsräte die erhofften Vorteile einer Fusion für ihre Vereine sehen. Im LV Rheinland haben die vergangenen Verbandsrats-Sitzungen gezeigt, dass eine breite Unterstützung für die Fusion besteht. Bei den beiden anderen Verbänden scheint die Zustimmung bislang noch nicht so ausgeprägt zu sein. Dennoch wird der Fusionsprozess fortgesetzt. Um den Prozess möglichst einvernehmlich zu gestalten, luden die LV-Präsidenten die Verbandsräte ein, sich aktiv zu beteiligen. So wurde eine E-Mail-Adresse für Anregungen und Kritik eingerichtet. Zudem sind sie zur Mitarbeit in den verschiedenen Arbeitsgruppen aufgefordert.


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