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19.12.2020 | Jugend | Annika Gäb / aB

Talent lässt sich nicht ausbremsen

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Mit einem Deutschen Meistertitel und enormen Verbesserungen sorgte Hindernisläuferin Olivia Gürth (Diezer TSK Oranien) auch 2020 für zahlreiche gute Nachrichten. Darüber schreibt Annika Gäb, Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit im LVR in ihrem Bericht über den Leistungssport des Verbandes im LVR-Jahrbuch (Bestenliste) 2020, welches am 15. Dezember 2020 erschienen ist.

Mit einem Deutschen Meistertitel und enormen Verbesserungen sorgte Hindernisläuferin Olivia Gürth (Diezer TSK Oranien) auch 2020 für zahlreiche gute Nachrichten (Foto: <a href="https://www.wolfgang-birkenstock.de/" target="_blank">Wolfgang Birkenstock</a>).

Mit einem Deutschen Meistertitel und enormen Verbesserungen sorgte Hindernisläuferin Olivia Gürth (Diezer TSK Oranien) auch 2020 für zahlreiche gute Nachrichten (Foto: Wolfgang Birkenstock).

Für Olivia Gürth stand in diesem Jahr der Wechsel in die U20 an. Das bedeutet nicht nur, dass sie sich mit älteren Konkurrentinnen messen muss, sondern für sie als Hindernisläuferin auch, dass die Strecken länger werden. National wird in der U20 2000 Meter über die Hindernisse gelaufen, international 3000 Meter. In gewisser Hinsicht kamen die zeitweise geschlossenen Schulen ihr also durchaus gelegen, denn so konnte sie längere Trainingsläufe machen als gewohnt. Zumindest lassen die Wettkampfergebnisse im Sommer darauf schließen, dass Gürth und ihr Trainer Lutz Preußner einiges richtig gemacht haben. Denn kaum war die coronabedingte Wettkampfpause beendet, lief sie eine Bestzeit nach der anderen. 

Ihren Auftakt über die Hindernisse absolvierte sie in Leipzig mit 6:41,14 Minuten, gut 2,5 Sekunden schneller als zuvor. Beim stark besetzten Meeting in Waiblingen am 19. Juli trat sie über 800 Meter an und blieb erstmals unter 2:10 Minuten. Nur wenige Tage darauf, beim Abendsportfest in Trier am 23. Juli, konnte sie noch etwas drauflegen und beendete das Rennen in hervorragenden 2:07,21 Minuten. Mit diesen Zeiten durfte Gürth erstmals bei der DM der Aktiven am 8. August in Braunschweig starten und weitere wichtige Erfahrungen sammeln. Als jüngste 800-Meter-Läuferin im Wettbewerb musste sie jedoch der Hitze Tribut zollen und blieb im Halbfinale einige Sekunden unter ihrem zuvor gezeigten Leistungsniveau.

Höhepunkt des Jahres waren die Deutschen Jugendmeisterschaften in Heilbronn am 4. September. Hier startete Olivia Gürth über 2000 Meter Hindernis. Sie ging als Favoritin in den Wettbewerb und bewies neben einer herausragenden Form auch viel taktisches Geschick. Die meiste Zeit des Rennens blieb sie neben der späteren Zweiten Katrin Marx (LC Rehlingen) an der Spitze. Erst beim vorletzten Wassergraben zog Gürth das Tempo an und baute auf der letzten Runde den Abstand deutlich aus. Mit 6:33,70 Minuten wurde sie klare Siegerin und verbesserte den U20-Rheinland-Pfalz-Rekord, der seit 16 Jahren Bestand hatte, um fast vier Sekunden.

Für die kommende Saison warten neue Herausforderungen auf Gürth, denn nach ihren Leistungssteigerungen stehen erstmals internationale Meisterschaften an. Die U20-WM in Nairobi (Kenia) wurde von 2020 auf 2021 verschoben, was sich in Gürths Fall als ein Vorteil herausstellen könnte, da sie im nächsten Jahr zum älteren der startberechtigten Jahrgänge gehören wird. Zudem sind in Tallinn (Estland) die europäischen U20-Meisterschaften ausgeschrieben. Mit ihren Leistungen ist Gürth auch international absolut konkurrenzfähig und wird sicher weiter auf sich aufmerksam machen.


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