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08.10.2009 | Breitensport | Janina Hecht (Rhein-Zeitung)

Finnenlaufbahn schont Gelenke und Muskeln

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Direkt neben dem Sportpark Oberwerth in Koblenz bietet sich Joggern jetzt die Möglichkeit, auf einer sogenannten Finnenbahn zu trainieren. Die 300 Meter lange Strecke verläuft direkt neben der Straße. Die neue Laufstrecke besteht aus speziellen aufgefaserten Holzhäckseln. Der Boden federt und ist deshalb besonders für ältere oder körperlich angeschlagene Menschen geeignet.

In Koblenz wurde eine Finnenbahn ihrer Bestimmung übergeben (Foto: Janina Hecht).

In Koblenz wurde eine Finnenbahn ihrer Bestimmung übergeben (Foto: Janina Hecht).

Eine Finnenbahn zeichnet sich durch einen gelenkschonenden federnden Boden aus - Koblenz ist nun um eine solche Laufstrecke reicher. Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann hat gestern die neue Finnenbahn am Sportpark Oberwerth eingeweiht. Der Laufsport werde immer beliebter und dafür gebe es in Koblenz auch zahlreiche Möglichkeiten, sagte Schulte-Wissermann bei der Übergabe der Bahn. Nur eins habe der Stadt noch gefehlt: eine Laufbahn, die besonders die Gelenke, Muskeln und Sehnen schone.

Insgesamt sieben Sportler der Turn- und Sportfreunde Rot-Weiß Koblenz testeten die Strecke gleich mal. Das einstimmige Urteil: Die Bahn läuft sich gut. "Sie ist besonders für Einsteiger geeignet, für Übergewichtige, für Leute, die aus der Reha kommen, oder für Tempoläufe. Man ist gezwungen, hier die Beine zu heben", sagt der Abteilungsleiter Leichtathletik von Rot-Weiß Koblenz, Christian Collisy. Auch zum Crosstraining und für Seniorensportler ist die Strecke ideal, erklärt er. "Für einen gewöhnlichen Jogger, der zehn Kilometer am Stück laufen will, ist die Finnenbahn aber zu kurz."

Die Finnenbahn besteht aus einer rund zehn Zentimeter tiefen aufgefaserten Holzhäckselschicht aus Nadelholz, die besonders gut federt ist. "Diese Wirkung kann ich hier in den Wäldern der Umgebung nicht finden", erklärt Dagmar Quadflieg, Sachbearbeiterin beim Eigenbetrieb Grünflächen, die zuständig für den Bau von Sportanlagen ist. Weil die Strecke in einem Wasserschutzgebiet liegt, sei der Boden zudem besonders umweltverträglich und ungiftig. Die Strecke lässt mit ihrer Breite von 1,50 Metern außerdem so viel Platz, dass zwei Personen nebeneinander laufen können.

Bis Ende November wird nun ein Ein-Euro-Jobber an der Strecke stehen und die Leute werktags von 11 bis 17 Uhr einweisen. OB Schulte-Wissermann hofft, dass die neue Laufbahn eifrig genutzt wird. Und er plant, sie baldmöglichst selbst einmal auszuprobieren.

entnommen aus: RZ Koblenz & Region vom Donnerstag, 8. Oktober 2009, Seite 22.


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