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07.01.2018 | Verband | www.lsb-rlp.de

Kazmirek verteidigt Titel, Junk erhält Nachwuchsförderpreis

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Landessportlerwahl 2017: Zehnkämpfer der LG Rhein-Wied gewinnt zum vierten Mal in Folge. Nachwuchsförderpreis geht an Sophia Junk.

Siegerlächeln: Die Erst- bis Drittplatzierten der Landessportlerwahl freuen sich mit LSB-Vizepräsident Jochen Borchert (r.), LSB-Präsidentin Karin Augustin (4.v.r.), Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner (6.v.r.) und Staatssekretär Randolf Stich (6.v.l.) über ihre Auszeichnung. Foto: LSB/B. Eßling

Siegerlächeln: Die Erst- bis Drittplatzierten der Landessportlerwahl freuen sich mit LSB-Vizepräsident Jochen Borchert (r.), LSB-Präsidentin Karin Augustin (4.v.r.), Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner (6.v.r.) und Staatssekretär Randolf Stich (6.v.l.) über ihre Auszeichnung. Foto: LSB/B. Eßling

Miriam Welte bei den Frauen, Kai Kazmirek bei den Männern und Julia & Nadja Thürmer bei den Teams heißen die Gewinner der 2017er Landessportlerwahl des Landessportbundes Rheinland-Pfalz (LSB). Die Ehrung fand mit 200 Freunden, Familienangehörigen und Wegbegleitern der Athleten am Sonntagabend im Foyer des Landesfunkhauses des SWR in Mainz statt. In der Sendung „Flutlicht“ wurden die Gewinner anschließend auch der Öffentlichkeit vorgestellt.

Zehnkämpfer Kazmirek gelang das Kunststück, zum vierten Mal hintereinander ganz oben auf den Treppchen der Publikumsgunst zu landen. Das hatte vor ihm nur der Florettfechter Peter Joppich geschafft, der von 2006 bis 2009 stets vorne war und die Wahl insgesamt sogar fünfmal für sich entschieden hatte. Nachdem Kazmirek vor drei Jahren mit 22,66 Prozent, vor zwei Jahren mit 21,59 Prozent und zuletzt mit 21,14 Prozent der Stimmen gewonnen hatte, vereinigte er diesmal 23,7 Prozent auf sich. Dies bedeutet von allen drei Kategorien den Höchstwert. „Dass ich erneut gewonnen habe, freut mich sehr“, sagte Kazmirek im Interview mit SWR-Moderator Holger Wienpahl und verriet so nebenbei, dass er den fünften Sieg bei der Landessportlerwahl bereits ins Visier genommen hat. Sechs Jahre in Folge Zehnkämpfe auf einem Niveau jenseits der magischen 8.000 Punkte, dazu erstmals eine Medaille bei der WM: Das Ass der LG Rhein-Wied, das schon 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio einen famosen vierten Platz belegte, zählt zu Deutschlands großen Hoffnungen für die Spiele 2020 in Tokio. Platz zwei bei der 22. Auflage der Sportlerwahl erreichte der 142 Zentimeter große Para-Leichtathlet Mathias Mester vom 1. FC Kaiserslautern. Auf den WM-Dritten im Speerwurf, der als Frohnatur bekannt ist und es sich auf dem Rückflug von den Paralympics in Rio im Gepäckfach des Fliegers bequem machte, entfielen 22,4 Prozent der Stimmen. Auf dem Bronzerang landete Greco-Ringer Denis Kudla vom VfK 07 Schifferstadt, der in der Bundesliga für Alemannia Nackenheim auf die Matte geht, mit 18,6 Prozent der Stimmen. Nach Rang drei bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio glänzte der 1,85 Meter große Ausnahmeathlet 2017 als Vize-Weltmeister im 85-Kilo-Limit.

Bei den Frauen sicherte sich Bahnradsprinterin Miriam Welte vom 1. FC Kaiserslautern zum vierten Mal nach 2013, 2014 und 2016 den Sieg – den Preis nahm stellvertretend ihre Mutter Alexandra Welte entgegen, weil die 30-Jährige im Trainingslager in Südafrika weilte und nur per Video zu bewundern war. Miriam Welte präsentierte sich in den vergangenen Monaten in der Form ihres Lebens und holte bei den Bahnrad-Europameisterschaften in Berlin ihren ersten EM-Titel bei den Erwachsenen und dazu die Silbermedaille im Teamsprint – nachdem sie 2016 in Rio an der Seite ihrer kongenialen Partnerin Kristina Vogel Bronze im Teamsprint gewonnen hatte. Welte vereinte 23,3 Prozent der Stimmen auf sich und gewann damit relativ deutlich vor Stabhochspringerin Lisa Ryzih vom ABC Ludwigshafen (20,2 Prozent). Ryzih war 2017 Fünfte bei der WM in London und Zweite bei der Hallen-EM geworden. „Miriam hat verdient gewonnen, es ist alles gut so“, befand Ryzih, die 2016 ihr Studium zur Diplom-Psychologin abgeschlossen hat, aktuell an ihrer Doktorarbeit arbeitet – und den Traum von der olympischen Medaille mit ihren 29 Jahren noch nicht ausgeträumt hat. Den dritten Platz sicherte sich mit 19,4 Prozent der Stimmen Slalomkanutin Ricarda Funk vom KSV Bad Kreuznach. Der 25-Jährigen war es 2017 gelungen, ihren Weltcuptitel zu verteidigen, zum Abschluss der Saison gewann die Sportsoldatin den WM-Titel im Team sowie Bronze im Einzel. Auch Funk konnte in Mainz nicht persönlich anwesend sein – sie übermittelte Grüße aus dem Trainingslager in Dubai.

In der Kategorie „Team des Jahres“ hatte – wie so oft – ein Kunstrad-Duo die Nase vorne. Die inzwischen dreifachen Weltmeister im Kunstradfahren der Frauen, Julia und Nadja Thürmer vom RV Mainz-Finthen, machten mit 21,9 Prozent das Rennen. Das Schwesternpaar stellte bei der WM in Dornbirn seine Extra-Klasse erneut eindrucksvoll unter Beweis – und gab wenig später das Ende ihrer erfolgreichen Karriere bekannt. „Uns blutet seitdem das Herz“, gaben die Thürmer-Sisters voller Wehmut zu. Aber mit 26 und 28 Jahren zähle man „jetzt schon zum älteren Eisen im Kunstradsport – und es ist Zeit gewesen, das Rad an den Nagel zu hängen“. Zweiter bei der Landessportlerwahl wurden die Judo-Frauen des JSV Speyer mit 21,0 Prozent der Stimmen. Das Radsportteam Lotto-Kern Haus mit Sitz in Weitersburg vereinte nach dem DM-Titel im Mannschaftszeitfahren der Deutschen Straßen-Radmeisterschaften 19,7 Prozent der Stimmen auf sich und wurde Dritter.

Der Nachwuchsförderpreis, den der LSB zum neunten Mal verlieh, ging an die 18 Jahre Gymnasiastin Sophia Junk von der LG Rhein-Wied, die als eine der großen deutschen Sprinthoffnungen gilt und sich bei der U20-EM im italienischen Grosseto nicht nur Silber über 200 Meter, sondern auch Gold mit der 4x100-Meter-Staffel sicherte, sowie den 19 Jahre alten Physik- und Sportstudenten Niklas Kaul (USC Mainz), der in Grosseto als U20-Europameister im Zehnkampf mit neuem Weltrekord brillierte. Über den von der Jury zum fünften Mal vergebenen Trainerpreis freute sich der 35 Jahre alte Pädagoge Ben Matschke, Trainer des Handball-Bundesliga-Aufsteigers Die Eulen Ludwigshafen, der ebenfalls per Videobotschaft grüßte.

Die Ergebnisse der Landessportlerwahl 2017 im Überblick:

Sportlerinnen
1.    Miriam Welte (31, 1. FC Kaiserslautern)                23,2 Prozent
2.    Lisa Ryzih (29, ABC Ludwigshafen)                        20,2 Prozent
3.    Ricarda Funk (24, KSV Bad Kreuznach)                19,4 Prozent
4.    Maike Hausberger (22, Postsportverein Trier)     19,2 Prozent
5.    Lea-Katlen Kühne (26, Mainzer Ruderverein)      17,9 Prozent

Sportler
1.    Kai Kazmirek (26, LG Rhein-Wied)                         23,7 Prozent
2.    Mathias Mester (31, 1. FC Kaiserslautern)            22,4 Prozent
3.    Denis Kudla (23, VfK 07 Schifferstadt)                   18,6 Prozent
4.    Raphael Freienstein (26, Radrennsport)              17,8 Prozent
5.    Richard Schmidt (30, RV Treviris Trier)                 17,5 Prozent

Teams
1.    Julia und Nada Thürmer (RV Finthen/Kunstrad)  21,9 Prozent
2.    JSV Speyer (Judo/Frauen)                                        21,0 Prozent
3.    Lotto-Kern Haus (Rennradsport)                            19,7 Prozent
4.    Tobias Bludau/Michelle Uhl (Tanzen)                     19,1 Prozent
5.    AV 03 Speyer (Gewichtheben)                                 18,3 Prozent

Nachwuchsförderpreis männlich
Niklas Kaul (19 Jahre, Zehnkämpfer des USC Mainz – U20-Europameister 2017)

Nachwuchsförderpreis weiblich
Sophia Junk (18 Jahre, Sprinterin der LG Rhein-Wied – U20-Europameisterin mit der 4x100m-Staffel)

Trainerpreis
Ben Matschke (Trainer des Handball-Bundesliga-Aufsteigers Die Eulen Ludwigshafen


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