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12.05.2018 | Wettkampf | Annika Gäb

Pokal der Freundschaft: Zweiter Platz für RLP

Partner des LVR:

Saarland gewinnt knapp vor Rheinland-Pfalz den 59. Pokal der Freundschaft im französischen Saargemünd. Klaus-Dieter Welker (Vizepräsident Sport) macht sich Gedanken um die Zukunft der Traditionsveranstaltung.

Pokal der Freundschaft: Zweiter Platz für Rheinland-Pfalz. Hier ein Teil der Mannschaft (Foto: privat).

Pokal der Freundschaft: Zweiter Platz für Rheinland-Pfalz. Hier ein Teil der Mannschaft (Foto: privat).

Bis zum Ende war der Kampf um den Pokal eng, doch bei der abschließenden gemischten Staffel über 4x200 Meter hatte das Saarland dann doch die Nase vorn. Somit siegte das Nachbarbundesland mit 86 Punkten vor Rheinland-Pfalz (82 Punkte), Luxemburg (66 Punkte), Lothringen (42 Punkte) und Elsass (29 Punkte). Getrennt nach Geschlechtern erzielte Rheinland-Pfalz einen Teilerfolg: Die Frauen-Auswahl lag mit 42 Punkten knapp vor der Konkurrenz, die Männer stellten wie im Vorjahr die zweitbeste Mannschaft.

Klaus-Dieter Welker, verantwortlich für die Aufstellung der rheinland-pfälzischen Mannschaft, hatte mit einigen zum Teil sehr kurzfristigen Absagen zu kämpfen. "Das dann abzufangen ist schwierig." Umso mehr freute sich Welker über den Einsatz, den die Athletinnen und Athleten vor Ort zeigten: Sie alle hätten mit großen Engagement versucht, die Lücken zu füllen. Ganz kurzfristig erklärten sich einige Athletinnen und Athleten bereit, in anderen Disziplinen an den Start zu gehen. So hob Welker beispielsweise Franziska Decker (SSC Koblenz Karthause) lobend hervor: Eigentlich nur für den Speerwurf vorgesehen, ging sie auch noch im Weitsprung an den Start, damit das RLP-Team hier nicht punktelos aus dem Wettbewerb gehen musste.

Mit vier Einzelsiegen steuerten die LVR-Athleten einige Punkte zur Länderwertung bei. Über 400 Meter konnte Radha Fiedler (TuS Roland Brey) in 57,04 Sekunden das Rennen gewinnen. Jessica Roos (LG Rhein-Wied) sammelte (zusammen mit einer in 11,96 sec gleichschnellen Luxemburgerin) Siegpunkte über 100 Meter, und auch ihre Vereinskameradin Viktoria Müller war über 100 Meter Hürden mit 14,24 Sekunden im Vorlauf und 14,15 Sekunden im Finale nicht zu schlagen.

Zehnkämpfer Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) siegte mit 7,32 Metern klar im Weitsprung - und das, obwohl er ein ganzes Stück vor dem Balken absprang. Für Kazmirek war der Länderkampf eine Vorbereitung auf die erste Qualifikationsmöglichkeit für die EM am 26./27. Mai beim Zehnkampf-Meeting in Österreich: „Ich denke, dass ich so in Götzis schon 7,50 bis 7,60 Meter springen kann.“ In Saargemünd trat Kazmirek außer im Weitsprung auch über 110 Meter Hürden an und wurde Zweiter in 14,42 Sekunden. Klaus-Dieter Welker bedankte sich ausdrücklich für Kazmireks Start beim Pokal der Freundschaft: "Es ist toll, dass Kai als absoluter Weltklasseathlet hier für seinen Verband an den Start geht."

Nachdenklich zeigte sich Welker was die Zukunft des Ländervergleichskampfs angeht. Während die diesjährige Meisterschaft der Großregion in der Halle sehr erfolgreich verlaufen sei, schaffe des der Pokal seit längerem nicht mehr, alle Leistungsträger der verschiedenen Verbände anzuziehen. Die Gründe sind vielseitig - beispielsweise ziehen einige Athletinnen und Athleten einen Start bei den Deutschen Hochschul-Meisterschaften vor. Andere sind durch Maßnahmen des DLV verhindert. Auch die im vergangenen Jahr beschlossene Aufstockung der Prämien hat offensichtlich nicht bewirken können, dass der Pokal der Freundschaft wieder zu einem Highlight im Wettkampfkalender der Top-Athleten der Region wird.

Klaus-Dieter Welker will in den kommenden Monaten das Konzept des Pokals im Beirat Leistungssport des LVR, und dann in der Arbeitsgemeinschaft der drei rheinland-pfälzischen Landesverbände diskutieren, bevor sich im Herbst wieder das Gremium des Pokals mit Vertretern aller Regionen trifft. Drei Optionen sieht Welker für die Zukunft: Man könne eine Terminänderung ins Auge fassen, eine Ausrichtung auf die Jugend und weg von den Aktiven könne diskutiert werden, oder - auch diese Möglichkeit sei angesichts der Entwicklung der letzten Jahre nicht ausgeschlossen - es drohe ein Wegfall der Veranstaltung. Bevor es soweit kommt, will Welker aber noch einmal den Begriff "Freundschaft" stärker in den Vordergrund rücken. Kurz vor dem 60-jährigen Jubiläum solle dieser Punkt mit Blick auf die geschichtliche Bedeutung vielleicht wieder mehr mit Leben gefüllt werden.

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