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22.08.2019 | Wettkampf | Annika Gäb

Festungsspringen: Weltmeister Kendricks siegt

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Bei ausgezeichneten Bedingungen fand die Premiere des Stabhochsprungmeetings auf der Festung Ehrenbreitstein statt und lockte zahlreiche Zuschauer nach Koblenz.

Sieger beim Festungsspringen: Sam Kendricks, USA (Foto: <a href="https://www.wolfgang-birkenstock.de/" target="_blank">Wolfgang Birkenstock</a>).

Sieger beim Festungsspringen: Sam Kendricks, USA (Foto: Wolfgang Birkenstock).

Das Wetter meinte es gut mit Ausrichtern, Athleten und Zuschauern bei der ersten Auflage des Festungsspringens in Koblenz. Warmer Sonnenschein und – trotz exponierter Lage hoch über dem Rhein - wenig Wind boten ideale Bedingungen für spektakuläre Sprünge. Unter den Zuschauern waren neben eingefleischten Leichtathletik-Fans, die eine längere Anreise in Kauf nahmen, und den viele Einheimischen, die Spitzensport „vor der Haustür“ erleben wollten auch etliche Touristen, die nach dem Besuch auf der Festung von dem Spektakel angelockt wurden.

Die Athletinnen und Athleten schwärmten von der tollen Atmosphäre, die das Springen auf der mobilen Anlage bietet. „Es ist toll, etwas anderes als nur Stadien zu sehen und Koblenz kennenzulernen“, so Sam Kendricks (USA). Auch die Kanadierin Alysha Newman sagt: „So nah dran an den Zuschauern macht das Springen einfach noch mehr Spaß.“ Die Begeisterung für ihren Sport transportierten die Stabhochspringer und –springerinnen auch auf der Festung. Gerade mal eine gute Armeslänge entfernt standen die Zuschauer in der ersten Reihe und konnten so alles hautnah erleben.

Zunächst starteten die Frauen in ihren Wettbewerb. Hier zeigte Katharina Bauer (TSV Bayer 04 Leverkusen), dass die Anlage in Koblenz auch für Bestleistungen geeignet ist. Sie steigerte ihre Saisonbesthöhe auf 4,30 Meter. Weniger glücklich verlief der Abend für die Deutsche Meisterin Lisa Ryzih (ABC Ludwigshafen). Sie verabschiedete sich mit drei gescheiterten Versuchen über ihre Einstiegshöhe von 4,40 Metern. Der Favoritinnenrolle gerecht wurde Alysha Newman, die mit den Wettbewerb mit 4,50 Metern für sich entschied. Auf Platz zwei folgten Stefanie Dauber (SSV Ulm 1846) und die Schwedin Michaela Meijer, die sich mit 4,40 Metern den Silberrang teilten.

Noch mehr Zuschauer als beim Frauen-Wettbewerb kamen zum Wettkampf der Männer auf das Festungsgelände. Niemand wollte sich entgehen lassen, den Weltmeister und amerikanischen Rekordhalter Sam Kendricks in Aktion erleben zu können. Nach der glänzenden Saison, die Kendricks bislang abgeliefert hat, dürfte sich der ein oder andere Hoffnung gemacht habe, Koblenz weitere Rekordleistungen zu erleben. Die ganz hohen Sprünge blieben zwar aus, aber dennoch begeisterte Kendricks mit insgesamt sechs geglückten Versuchen. Die Höhen von 5,30 bis 5,60 Meter nahm er jeweils im ersten Anlauf, erst bei 5,75 und 5,81 Metern brauchte der 26-Jährige zwei Versuche. Der Sieg war Kendricks, der mit 6,06 Metern die Weltjahresbestenliste anführt, mit dieser Höhe bereits sicher, so dass er auf weitere Versuche verzichtete.

Von den Konkurrenten hatte der norwegische Rekordhalter Sondre Guttormsen am längsten mitgehalten. Das 20-jährige Sprungtalent scheiterte erst bei der Höhe von 5,75 Metern. Weil er zwei Höhen ausgelassen hatte, trug Guttormsen sich mit 5,60 Metern in die Ergebnisliste ein. Bronze ging an den Schweden Melker Svärd Jacobsson mit 5,50 Metern. Für Lokalmatador Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) war es eine besondere Freude, vor heimischem Publikum gegen die ganz Großen anzutreten – wenn er als Zehnkämpfer auch ein Stück hinter den Spezialisten lag. In seinem einzigen Stabhochsprung-Wettkampf vor der Weltmeisterschaft Ende September kam er auf 4,70 Meter.

Wer nicht live dabei sein konnte, kann hier die Aufzeichnung der Veranstaltung im Stream nachverfolgen.

Ergebnisse

Bericht Sportbund Rheinland


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