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29.06.2018 | Wettkampf | Annika Gäb

„Mit Spaß an die Wettkämpfe herangehen“

Partner des LVR:

Dennis Lukas (LG Idar-Oberstein) hatte Anfang Mai bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft einen neuen Rheinland-Pfalz-Rekord im Kugelstoßen aufgestellt. Mit einer Weite von 19,14 Metern knackte er den 19 Jahre alten Landesrekord deutlich. Zu seiner Umstellung auf die Drehstoßtechnik und seine Perspektiven für diese Saison äußert er sich im Interview mit dem LVR.

RLP-Rekord für Dennis Lukas von der LG Idar-Oberstein (Foto: <a href="http://www.leichtathletik-foto.de/" target="_blank">Wolfgang Birkenstock</a>).

RLP-Rekord für Dennis Lukas von der LG Idar-Oberstein (Foto: Wolfgang Birkenstock).

Kam das Ergebnis bei der Hochschul-DM überraschend für Sie? Hätten Sie sich in der noch recht jungen Saison bereits diese Leistung zugetraut?

Da ich erst im vergangenen Winter auf die Drehstoßtechnik umgestellt habe, kam die Weite von 19,14m tatsächlich etwas überraschend für mich. Aus den Erfahrungen in der noch jungen Saison wusste ich jedoch, dass ich eine hohe 18m Weite stoßen kann. Meine Kraft- und Athletikwerte erwiesen sich bereits in den Wettkämpfen zuvor als passend, auch wenn ich sie noch nicht richtig einsetzen konnte. Bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Schwäbisch Gmünd gelang es mir dann, sie auf die Kugel zu bringen.

Hatten Sie überhaupt auf dem Schirm, wo der RLP-Rekord lag, den Sie so deutlich überboten haben?

Als sportbegeisterter Athlet kannte ich natürlich die Weite, bei der der Rheinland-Pfalz-Rekord lag. Ich bin aber weder in die Saison noch in den Wettkampf mit dem Ziel gestartet, diesen zu überbieten – dass er dann bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Schwäbisch Gmünd gefallen ist, freut mich umso mehr.

Sie haben auf die Drehstoßtechnik umgestellt. Seit wann trainieren Sie diese? Was waren die Gründe für die Umstellung? Gab es sonst Änderungen in Ihrem Training?

Ende letzten Jahres habe ich gemeinsam mit meinem Trainer beschlossen, auf die Drehstoßtechnik umzustellen. Ausschlaggebend waren hierfür vor allem kleinere Probleme mit meinem linken Kniegelenk. Diese haben in der Freiluftsaison 2017 dazu geführt, dass ich meine Wettkämpfe nicht zu 100% so bestreiten konnte, wie ich es mir gewünscht hätte. Seit der Umstellung auf die Drehstoßtechnik bin ich wieder schmerzfrei. Meine Trainingsabläufe und -einheiten sind ähnlich aufgebaut wie in den Jahren zuvor, aber natürlich auch darauf ausgerichtet, die neue Technik zu stabilisieren.

Nachdem Sie sich innerhalb so kurzer Zeit so deutlich gesteigert haben stellt sich die Frage, wohin der Weg noch gehen könnte. Wo sehen Sie noch Potential? Welche Stellschrauben sind noch nicht ausgereizt und können im Training der nächsten Zeit vielleicht noch mehr angesprochen werden?

Potential sehe ich sowohl in meiner Technik als auch in meinen Kraftwerten. In der kurzen Zeit nach der Umstellung gibt es natürlich noch eine Reihe an Aspekten, die im Hinblick auf die derzeitige Technikausführung in Angriff genommen werden müssen. Beispielsweise lässt sich hierfür der Ausstoß nennen, der noch nicht immer optimal gelingt. In Bezug auf meine Kraftwerte sehe ich primär Potential in der Kraftspitze, dass noch nicht ausgereizt ist.

Was ist für diese Saison noch geplant? Die DM-Norm haben Sie und aktuell sind Sie auf Platz neun der Deutschen Bestenliste. Soll die DM in Nürnberg, evtl. mit einer Medaille, der Höhepunkt sein?

In der Saison stehen noch verschiedene Wettkämpfe an. Hierbei möchte ich in erster Linie mit Spaß an die Wettkämpfe herangehen und eine zufriedenstellende Leistung erbringen – schön ist es, wenn damit eine gute Platzierung einhergeht. Der Saisonhöhepunkt sind für mich die Deutschen Meisterschaften. Hier möchte ich mir einen Platz im Endkampf sichern – dazu muss ich auf den Punkt fit zu sein. An eine Medaille ist aufgrund der vielen starken Athleten im Feld zwischen 19 und 20m nicht zu denken.

Ist die EM ein Thema? Zur Norm fehlen "nur" noch 86 cm.

Die EM ist für mich zurzeit kein Thema – 86cm sind gerade im Feld zwischen 19 und 20m ein gutes Stück. Mein Ziel ist es vielmehr, meine Technik zu stabilisieren, konstant über die 18m zu stoßen und bei optimalen Bedingungen den ein oder anderen Ausreißer über die 19m und meine PB zu treffen. Für den Schritt durch die‘ Schallmauer‘ der 20m liegt noch ein weiter Weg und ein großes Stück Arbeit vor mir.


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