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24.09.2018 | Verband | René Weiss

Aus Hachenburg zu Jugend-Olympia?

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Was machen Leichtathleten eigentlich im Winter? Natürlich gibt es auch eine Saison unter dem Hallendach, wo sie ein abgespecktes Wettkampfprogramm absolvieren und sich auf den Sommer vorbereiten. Marcel Kirstges, Rheinlandrekordhalter im Weitsprung, hat sich inzwischen aber noch ein zweites sportliches Standbein geschaffen.

Kirstges tauscht im Winter Tartanbahn und Weitsprunggrube gegen den Eiskanal ein, das Leichtathletik-Trikot gegen den schützenden Helm. Kirstges ist Anschieber im Bob-Team von Pablo Nolte. Eine Geschichte, die bei Timo Candrix Gedankenspiele in Gang setzte, als er von ihr hörte. „Da kann man doch etwas entwickeln“, sagte sich der Leichtathletik-Abteilungsleiter des TuS Hachenburg. Entstanden ist nach umfangreichen Organisationen und klärenden Gesprächen ein Casting für die Olympischen Jugendspiele 2020 im schweizerischen Lausanne in den Sportarten Bob und Skeleton am 7. Oktober im Hachenburger Burbachstadion. Candrix betont: „Wir wollen bei weitem nicht nur Leichtathleten, sondern alle Jugendlichen aus der Region der Jahrgänge 2002 bis 2005, die Interesse und eine gewisse Schnellkraft mitbringen, mit dieser Veranstaltung ansprechen.“

Der nordrhein-westfälische Bob- und Skeleton-Verband mit Landestrainer Andreas Neagu fungiert gemeinsam mit dem TuS Hachenburg als Co-Ausrichter, bringt eine mobile Skeleton- und Bob-Anschubanlage für die Suche nach noch nicht entdeckten Talenten mit in den Westerwald. Zum ersten Mal überhaupt sucht der Winterberger Stützpunkt in Rheinland-Pfalz, üblicherweise richtet man vergleichbare Castings an nordrhein-westfälischen Schulen oder bei einem Partner in Wiesbaden aus. Der Kontakt zwischen den Hachenburgern und Neagu entstand beim Besuch einer TuS-Delegation auf der Winterberger Bobbahn im vergangenen Winter und wird jetzt mit neuem Leben gefüllt.

„Wir haben bereits rund 60 weiterführende Schulen angeschrieben, damit die Kinder auch entsprechend Zeit haben, sich vorzubereiten. Wer keinem Verein angeschlossen ist, kann im Vorfeld auch bei uns in Hachenburg mittrainieren“, erzählt Candrix und hofft auf eine große Resonanz. Schließlich wartet auf die Besten möglicherweise ein großes sportliches Erlebnis. Wer sich in Hachenburg bei verschiedenen Übungen und Tests wie zum Beispiel Beschleunigungs- und Antrittsabfrage sowie Kugelschocken empfiehlt, dem winkt eine Einladung nach Winterberg und damit ein weiterer Schritt näher an die Jugendspiele 2020. Vergangene Castings haben gezeigt, dass nicht einmal zwangsläufig gelernte Sprinter die besten Werte hervorbringen. „Einmal war der Schnellste ein Junge, der vom Reitsport kam“, weiß Candrix aus Gesprächen mit Neagu, der 2014 in Sotschi als Bobpilot an den Olympischen Spielen teilnahm.

Als Gast begrüßen die Hachenburger am 7. Oktober Jacqueline Lölling. Die Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele kann den Bewerbern als zusätzliche Motivation dienen. Denn die Skeletonpilotin aus Brachbach nahm sechs Jahre vor ihren Silberläufen von Pyeongchang selbst an Olympischen Jugendspielen teil und gewann im Jahr 2012 mit 16 in Innsbruck Gold. Anmeldungen für das Casting sind möglich per E-Mail an: timo.candrix(at)rz-online.de.


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