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07.10.2018 | Verband | www.lsb-rlp.de

„Mainzer Erklärung“ für ein gemeinwohlorientiertes Glücksspiel

Partner des LVR:

Vertreter von sechs großen gesellschaftlichen Institutionen, darunter auch der Landessportbund Rheinland-Pfalz, haben sich in Mainz für die Stärkung des gemeinwohlorientierten Glücksspielmodells ausgesprochen. Dies haben sie mit der Unterzeichnung der sogenannten „Mainzer Erklärung“ untermauert.

Sie wollen das gemeinwohlorientierte Glücksspiel stärken (vorne v.l.): Dr. Ursula Schirmer (Deutsche Stiftung Denkmalschutz), Pfarrer Albrecht Bähr (LIGA der freien Wohlfahrtspflege Rheinland-Pfalz) sowie (hinten v. l.) Peter Stieber ( Landesmusikrat Rheinland-Pfalz), Dr. Hartmut Heidenreich (ELAN Rheinland-Pfalz), Jochen Krebühl (Stiftung Natur und Umwelt), Walter Desch (Landessportbund) sowie Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner (Foto: M. Heinze).

Sie wollen das gemeinwohlorientierte Glücksspiel stärken (vorne v.l.): Dr. Ursula Schirmer (Deutsche Stiftung Denkmalschutz), Pfarrer Albrecht Bähr (LIGA der freien Wohlfahrtspflege Rheinland-Pfalz) sowie (hinten v. l.) Peter Stieber ( Landesmusikrat Rheinland-Pfalz), Dr. Hartmut Heidenreich (ELAN Rheinland-Pfalz), Jochen Krebühl (Stiftung Natur und Umwelt), Walter Desch (Landessportbund) sowie Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner (Foto: M. Heinze).

122 Millionen Euro haben die beiden Lotterien GlücksSpirale und BINGO seit 1970 in Rheinland-Pfalz an ihre Nutznießer ausgeschüttet. Eine immense Summe, ohne die in den Bereichen Wohlfahrt, Sport, Denkmalschutz, Umweltschutz, in der Musikkultur sowie in der Entwicklungszusammenarbeit vieles gar nicht möglich wäre. Kommerzielle Anbieter mit Sitz im Ausland – etwa in Malta oder in Gibraltar – und ohne deutsche Erlaubnis bieten Kopien der Lotterien des Deutschen Lotto- und Totoblocks – auch der GlücksSpirale – via Internet an. Dem Spielinteressierten wird suggeriert, dass er an den deutschen Lotterien teilnimmt. Tatsächlich aber wettet er auf den Ausgang einer Lotterie, nimmt aber nicht an dieser teil.

Die Erträge fließen den privaten Anteilseignern der Anbieter zu und werden so dem Gemeinwohl entzogen. Dies sei „äußerst problematisch“, sagte Pfarrer Albrecht Bähr, Vorsitzender des Beirats der Destinatäre – und wies darauf hin, dass Rheinland-Pfalz das erste Bundesland sei, dass auf die Problematik reagiere.

Die Folge seien nämlich ein geringerer Umsatz bei den staatlichen Lotteriegesellschaften, weniger Abgaben an die Nutznießer und folglich auch weniger Geld für wichtige Projekte des Gemeinwohls. Diese Entwicklung wollen die sechs in Rheinland-Pfalz begünstigten Institutionen nicht tatenlos hinnehmen und haben deswegen die so genannte Mainzer Erklärung verfasst und unterzeichnet.

In der Erklärung, die sich an die Loskäufer genauso richtet wie an die Politik, heißt es unter anderem: „Dieses Jahrzehnte erfolgreiche gemeinwohlorientierte Fördermodell hat seit seiner Einführung im Jahr 1970 allein in Rheinland-Pfalz mehr als 122 Millionen Euro an Zweckerträgen eingespielt. Dies ermöglicht, dass die Destinatäre als gemeinnützige Mittelempfänger ihre satzungsgemäßen Anliegen in vielfältiger Weise für die Menschen in Rheinland-Pfalz erfüllen können.“ Daher wollen sich die sechs Organisationen gemeinsam als Fürsprecher bei den politischen Entscheidungsträgern etablieren und sich auch weiterhin konsequent für den Erhalt des gemeinwohlorientierten Lotteriemodells in Deutschland einsetzen.

„Der rheinland-pfälzische Sport wäre ohne die Zuwendungen der GlücksSpirale auf jeden Fall ärmer“, betonte LSB-Vizepräsident Walter Desch. „Beim LSB haben wir in den letzten zehn Jahren etwa 3,5 Millionen Euro erhalten – pro Jahr immer zwischen 200.000 und 500.000 Euro und zuletzt immer etwa 300.000 Euro.“ Seit einigen Jahren sei auch die Sportstiftung Rheinland-Pfalz in den Kreis der Destinatäre aufgenommen worden. Damit werde unmittelbar der Leistungssport unterstützt. Das sonstige Geld fließe in den Haushalt des Landessportbundes. Neben dem Leistungssport profitierten auch der Nachwuchsleistungssport und der soziale Bereich.


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