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26.02.2019 | Verband | Trierischer Volksfreund

Renate Becker aus Kyllburg verstorben

Partner des LVR:

Bombenalarm, Flieger über der Stadt: Nichts konnte die damals junge Renate Wiegmann davon abhalten, tagtäglich zum Turntraining zu fahren. Damals, das war in den 1940er Jahren. Ganz allein legte das Mädchen aus dem westfälischen Iserlohn viele gefährliche Kilometer mit Bus, Bahn und zu Fuß  zurück, um seiner Leidenschaft nachzugehen. Ihr großes Ziel war Olympia.

Renate Becker aus Kyllburg verstorben (Foto: privat).

Renate Becker aus Kyllburg verstorben (Foto: privat).

Renate Wiegmann wurde im Laufe der Jahre eine der besten Deutschen Turnerinnen ihrer Zeit. Einem Lockruf in die USA folgte sie nicht. Doch ihr ganz großer Traum von Olympia zerplatzte, als sie sich vor den Spielen 1952 in Helsinki einen komplizierten Armbruch zuzog. Über den Leistungssport entdeckte sie dann ihre größte Liebe. Den westfälischen Meister über 400 Meter, Bernard Becker, den es beruflich zuvor nach Westfalen geführt hatte. Nach ihrer Heirat zog sie mit ihm in seine Heimat, die Eifel, nach Kyllburg. Dort baute Renate Becker mit ihrem Mann in den 70er Jahren die lange sehr erfolgreiche Leichtathletik-Abteilung des SV Kyllburg auf, Mitte der 80er Jahre dann eine Herzsportgruppe.

Sie hatte immer ein Auge für die ganz großen Talente. Unter anderem entdeckte sie den vielfachen Deutschen Gehermeister und Rekordler Franz-Josef Weber aus Orsfeld. Ihr Mann Bernard führte ihn an die europäische Spitze. Der Trainer und die engagierte, langjährige Jugendwartin (1976 - 1986) im Leichtathletik-Verband Rheinland  ergänzten sich perfekt, so wie auch im gemeinsamen Leben. Auch ihren jüngsten Sohn Uwe Becker förderte sie tatkräftig und leidenschaftlich. Er wurde einer der schnellsten Deutschen Mittelstreckler, startete während seines Studiums unter anderem auch für den Post-Sportverein Trier.

Wie auch sein älterer Bruder Ralf holten beide zudem auch Titel als erfolgreichstes Brüderpaar im Modernen Fünfkampf. Als Lehrerin an der Katholischen Haupt- und Realschule Bitburg führte sie später ihr Team bei Jugend trainiert für Olympia im Turnen immer wieder bis in den Landesentscheid. Renate Beckers Traum von Olympia lebt weiter. Ihr jüngster Enkel Noah Becker (11) will auch für seine geliebte Oma irgendwann noch das große Ziel erreichen und zeigt schon gute Ansätze. Renate Becker erlag im Alter von 83 Jahren nach langem Kampf den Folgen eines Herzinfarktes. Sie war eine herausragende Sportler-Persönlichkeit. Für ihre Verdienste um die Leichtathletik hat sie viele Ehrungen erhalten. Darunter die goldene Ehrennadel des LVR und die silberne Ehrennadel des DLV.


10.03.2019 | Broschüre erschienen

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