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26.06.2019 | Wettkampf | Martin Neumann (Burg Wächter)

Leffler im Ziel der Karriere

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Studium statt Stadion: Celina Leffler (SSC Koblenz-Karthause) beendet ihre Siebenkampf-Karriere und wird sich in Zukunft auf ihr Medizinstudium konzentrieren. Die U18-Weltmeisterin im Siebenkampf von 2013 und aktuelle U23-EM-Dritte hat sich aufgrund von wiederholten Verletzungen zu diesem Schritt entschlossen. Wegen eines hartnäckigen Knochenödems im Fuß sowie einer Verletzung im Hüftbeuger ist für die 23-Jährige ein Start beim Siebenkampf-Meeting am kommenden Wochenende in Ratingen nicht möglich. Es wäre die finale Chance für die WM-Qualifikation Ende September in Doha (Katar) gewesen.

Celina Leffler im Ziel der Karriere (Foto: Iris Hensel).Celina Leffler im Ziel der Karriere (Foto: Iris Hensel).

Celina Leffler im Ziel der Karriere (Foto: Iris Hensel).

„Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Dafür liebe ich den Siebenkampf einfach zu sehr“, sagt Celina Leffler. Doch im Endeffekt musste die Koblenzerin einsehen, dass die Doppelbelastung zwischen zeitintensivem Medizinstudium und Leistungssport nicht mehr möglich war. „Speziell die Regeneration hat darunter gelitten, was wiederum wahrscheinlich ein Auslöser für die Verletzungen war“, sagt die angehende Ärztin und ergänzt: „Hätte ich mich in diesem Jahr um 100 oder 150 Punkte gesteigert, hätte ich mich im Hinblick auf eine mögliche Olympia-Qualifikation 2020 sogar vom Studium befreien lassen. Aber da mir mein Körper einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, habe ich nach Rücksprache mit meinem Trainer und meiner Familie diese Entscheidung getroffen. Und die fühlt sich richtig an.“

So beendet die Hallen-WM-Zehnte von 2016 ihre Karriere mit einer Bestleistung von 6070 Punkten. Deutlich mehr wären für Celina Leffler möglich gewesen. Ihre Einzel-Hausrekorde addieren sich auf knapp 6400 Punkte. Doch ein perfekter Siebenkampf war dem Schützling von Holger Klein nie vergönnt. Selbst bei ihrer Bestleistung – aufgestellt beim Bronze-Mehrkampf der U23-EM 2017 in Bydgoszcz – musste sie sich nach einer Ellenbogen-OP im Speerwurf mit 35,16 Metern begnügen. Ihr bester Wurf der Karriere ging fast zehn Meter weiter – gleichbedeutend mit fast 200 Punkten mehr. „Meinem Trainer Holger Klein, meiner Familie, meinem Verein und meinen Förderern bin ich unendlich dankbar. Ohne sie wäre ich nie so weit gekommen“, erklärt Celina Leffler rückblickend.

Ganz verabschieden wird sich die Koblenzerin von der Leichtathletik aber nicht. So plant sie in diesem Sommer noch Starts in einigen Einzeldisziplinen. „Vielleicht sogar über 800 Meter. Dauerläufe konnte ich zuletzt ja reichlich bestreiten“, sagt sie und lacht. Außerdem will sie sich in Zukunft in ihrem Verein als Trainerin im Nachwuchsbereich engagieren. Schließlich sind auch einige ihrer fünf jüngeren Geschwister in der Leichtathletik aktiv.

Das Hauptaugenmerk gilt momentan allerdings dem Studium. 2020 steht für Celina Leffler das Praktische Jahr auf dem Programm. Dieses ist im Medizinstudium eingerahmt vom zweiten und dritten Staatsexamen und damit einer lernintensiven Zeit. Nach erfolgreichen Prüfungen und Approbation könnte Celina Leffler bereits mit Mitte 20 Ärztin werden. Auf welche Fachrichtung sie sich später spezialisieren will, steht noch nicht fest. „Momentan tendiere ich zu Kinderheilkunde oder Neurologie“, sagt die Koblenzerin.  Wer Celina Leffler kennt, weiß: Sie möchte im Studium und im Beruf eine ähnliche Karriere hinlegen wie im Stadion.


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