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25.03.2020 | Wettkampf | Annika Gäb

Olympische Spiele verschoben

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Die Ungewissheit hat seit gestern ein Ende: Das Internationale Olympische Komitee und Japan beschlossen eine Verschiebung der Sommerspiele auf 2021.

Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) bei den Olympischen Spielen in Rio (Foto: Chai von der Lage).

Zum ersten Mal in der 124-jährigen Geschichte der Olympischen Spiele der Neuzeit musste der Termin verschoben werden. Die unklare Lage, wie sich die Corona-Pandemie weiter entwickeln wird, machte diesen Schritt notwendig. Die Spiele sollen nun 2021 stattfinden. Bereits seit einiger Zeit waren Stimmen von Sportlern und einzelnen Staaten laut geworden, die eine Verschiebung forderten. Manche hatten bereits angekündigt, nicht an den Spielen teilnehmen zu wollen, sollten sie 2020 ausgetragen werden.

Allgemein wird die Entscheidung nun mit Zustimmung aufgenommen. Der Deutsche Olympische Sportbund erklärte in seiner Stellungnahme, dass die Verschiebung ein richtiger und enorm wichtiger Schritt für den internationalen Sport und die gesamte Weltgemeinschaft sei. „Das hilft vor allem den Athlet*innen, indem es den Trainings- und Qualifikationsdruck in dieser schwierigen Phase nimmt.“ Der internationale Leichtathletik-Verband World Athletics begrüßt die Verschiebung ebenfalls und kündigt an, in allen Regionen Ein-Tages-Meetings anzubieten. Mit einer möglicherweise später startenden und später endenden Freiluft-Saison sollen so hochwertige Wettkampf-Möglichkeiten für alle Athletinnen und Athleten geschaffen werden, wenn sie dazu in der Lage sind und wenn es sicher ist. Auch wird das Qualifikationssystem angepasst und die Änderungen sollen schnellstmöglich veröffentlicht werden, damit die Athletinnen und Athleten wissen, wo sie stehen.

Aus dem Deutschen Leichtathletik-Verband kommt ebenfalls Zustimmung:  „Jetzt herrscht für alle Beteiligten Klarheit und die Unsicherheit bei den Sportlern hat ein Ende", so DLV-Sportdirektor Idriss Gonschinska. Dennoch ist es nicht für alle leicht, mit der Absage umzugehen. So muss Hindernisläuferin Gesa Krause (Silvesterlauf Trier) sich erst einmal an den Gedanken gewöhnen, dass der Termin, auf den all ihre Arbeit der vergangenen vier Jahre ausgerichtet war, nun nicht mehr steht: „Während unsere Welt in einer Krise steckt ist die Verlegung von Olympia die einzig richtige Entscheidung. Die Gesundheit eines jeden einzelnen und der Schutz unserer Gesellschaft sollte immer im Vordergrund stehen. Auch wenn man es vorhersehen konnte, so ist die endgültige Entscheidung dennoch schockierend. Mein Leben war auf dieses Event ausgerichtet und die Veränderung zu verarbeiten benötigt sicher etwas Zeit. Meine Ziele haben sich nicht geändert. Sie sind nur um ein Jahr verschoben. Die Arbeit geht also weiter“, äußert sie sich auf Instagram.

Zehnkämpfer Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) verweist darauf, dass Sport in diesen Zeiten eine andere, gesellschaftlich noch viel wichtigere, Bedeutung bekommen könnte. „Als Leistungssportler arbeiten wir leidenschaftlich 365 Tage im Jahr an unserem Fortschritt, daran, uns zu verbessern und bereit zu sein, zu performen. Schritt für Schritt verwirklichen wir unseren Traum, an den Olympischen Spielen teilzunehmen und plötzlich wird unser Ziel unerreichbar. All unsere Anstrengung scheint umsonst - aber das ist sie nicht. In unsicheren Zeiten erhält unser Sport eine andere Bedeutung. Er verbindet die ganze Welt, lässt uns alle zusammenstehen und vereint uns, diese herausfordernden Umstände zu überstehen. Leistung rückt in den Hintergrund- Zusammenhalt wird am wichtigsten.“

Auch Sprinterin Sophia Junk (LG Rhein-Wied) hatte sich Hoffnung gemacht, über die Staffeln eine Chance auf Olympia zu haben. Auch sie äußert sich zu der gestrigen Entscheidung: „Olympia wird verschoben. Aus #tokyo2020 wird nun wohl jetzt #tokyo2021. Eine absolut richtige Entscheidung in dieser sehr schweren Zeit. Als Sportler bricht einem dennoch leicht das Herz, da wir tagtäglich und jahrelang dafür kämpfen. Den Kampf werde ich dennoch nicht aufgeben. Meine Ziele sind klar definiert!“, zeigt sie sich kämpferisch und appelliert: „In dieser Zeit rücken andere Dinge in den Vordergrund- zeigt Solidarität und Achtsamkeit!“


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