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01.03.2021 | Verband | Klaus Wissgott

Leichtathletikkreis Westerwald blickt auf fünfzig Jahre zurück

Partner des LVR:

Vor fünfzig Jahren – genauer gesagt am 28. Februar 1971 – wurde in Wallmerod der heutige Leichtathletikkreis Westerwald gegründet und aus der Taufe gehoben.

Pitt Krings war Kreisvorsitzender von 1977 bis 2003 (Foto: privat).

Pitt Krings war Kreisvorsitzender von 1977 bis 2003 (Foto: privat).

Die leichtathletiktreibenden Vereine des Ober- und Unterwesterwaldkreises waren sich einig und fest entschlossen, dass es künftig besser sei, gemeinsam an den Start zu gehen. Es gab in der Vergangenheit immer wieder Versuche, die Leichtathletik im Westerwald nach vorne zu bringen, durch Bildungen von Leichtathletik-Gemeinschaften (LG). Es gab bereits die LG Unterwesterwald, die LG Oberwesterwald, die LG Montabaur-Höhr-Grenzhausen, die LG Marienstatt-Mudenbach und die LG Hachenburg, aber es wanderten immer wieder Athleten zu andern Vereinen ab. 

Titelgewinne im Gründungsjahr

In der aktuellen Leichtathletik-Saison 1971 holten die Westerwälder Leichtathleten einige Titel, sowohl auf Bundesebene – im Bereich des Deutschen Leichtathletik-Verbandes DLV – als auch im Rheinland, im Bereich des Leichtathletik-Verbandes Rheinland (LVR). Helene Hering (LG Marienstatt-Mudenbach) trat hierbei mit ihren gezeigten Leistungen besonders in Erscheinung. Sie konnte ihren Titel als „Deutsche Jugendmeisterin“ im Speerwurf mit 47,10 Meter aus der Saison 1970 auch in der aktuellen Saison 1971 mit der Weite von 49,78 Meter bestätigen. Bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften warf sie Sportgerät auf 48,94 Meter und das war „Silber“. 

Ihre Speerwurfleistung steigerte sie zum Saisonende noch auf 50,60 Meter. Ihre starke Jahresform hatte auch zur Folge, dass der DLV sie zu insgesamt vier Junioren-Länderkämpfe gegen Niederlande in Bad Honnef, gegen Polen in Diepholz, gegen Großbritannien und Schweden in Landau, sowie gegen Frankreich in Autun, einlud und einsetzte. Ebenfalls eine gute Speerwerferin war Doris Müller  (LG Höhr-Grenzhausen-Montabaur), die bei den Deutschen Meisterschaften im Speerwurf der Frauen mit  der Weite von 53,18 Meter Rang drei und damit „Bronze“ holte. Auch sie absolvierte einen Länderkampf gegen Dänemark in Lynby. Rheinland-Pfalz Meister im 3000 m-Hindernislauf wurde Bertold Müller in 9:24,6 Min.

Auch zwei Rheinland-Titel gab es für die Westerwälder Männer in 1971, allerdings noch im Trikot der LG Unterwesterwald. Jürgen Müller gewann mit der Weite von 48,22 Meter den Diskuswettbewerb und für der Hindernislauf-Spezialist Berthold Müller wurde in der Zeit von 9:29,8 Minuten gab es einen weiteren Erfolg. Es „müllerte“ weiter, denn Doris Müller (LG Unterwesterwald) wurde Rheinlandmeisterin der Frauen im Speerwurf mit der Weite von 50,02 Meter und Vereinskollegin Rita Spitzhorn sicherte sich mit 9,83 Meter im Kugelstoßen der weiblichen Jugend. 

Bei Vergleichskämpfen im Einsatz

Bei Vergleichskämpfen konnte der Landesverband ebenfalls auf den Leichtathletiknachwuchs  des neuen Kreisverbandes zählen. Bei der weiblichen Jugend kam Helene Hering im Speerwurf (37,36 m) zum Einsatz und Horst Emrich (TuS Marienberg) mit 31,86 Metern mit dem Diskus, sowie Ulrich Ludwig (LG Marienstatt-Mudenbach) mit 40,30 Metern im Speerwurf bei der männlichen Jugend B. In der Saison 1971 war Ludwig sogar der stärkste Speerwerfer mit 54,94 Metern als Erster der Bestenliste und damit Rheinland-Bester. Bei den Schülerinnen zeichneten sich Anneliese Hecken (LG Höhr-Grenzhausen-Montabaur) mit 12,7 Sekundenim 100 m-Sprint und Birgit Henrich (TuS Marienberg) – gleich mit zwei Einsätzen aus – 80 m-Hürden in 12,1 Sek. und 5,27 Meter im Weitsprung. Mit diesen Leistungen stand sie auch an der Spitze im Rheinland in den beiden Disziplinen. Frank Seiler (LG Höhr-Grenzhausen-Montabaur) war gleich viermal bei einem Vergleich im Einsatz und zwar lief er die 100 m in 12,7 Sek., sprang 5,25 m weit und sprang 1,45 m in die Höhe und wurde als Schlussläufer der 4 x 100 m-Staffel des Verbandes eingesetzt. Dietmar Weidenfeller (TuS Wallmerod) hatte in 2:56,3 Minuten seinen Einsatz im Vergleichskampf über 1000 Meter.

Ohne Funktionäre geht es auch in der Leichtathletik nicht

Die Westerwälder Leichtathleten wählten auf Ihrer Gründungsversammlung Albert Kram (Montabaur) zum Vorsitzenden und er wurde 1977 durch Pitt Krings (Wallmerod) abgelöste, der bis 2003 den Vorsitz inne hatte. Dann stand mit Maria Lames (Elgendorf) erstmals eine Frau an der Spitze der Leichtathleten, nicht nur im Westerwald, sondern auch die erste Frau der fünfzehn Kreisverbänder innerhalb des LVR. Im Jahre 2009 stand mit Marc Schumacher (Hachenburg) ein noch aktiver Leichtathletik an der Kreisspitze und mit dem aktuellen „Leichtathletik-Boss“ Jürgen Keser (Marienrachdorf) war er die treibende Kraft zur Gründung der LG Westerwald, die am 1. Januar 2011 gegründet und startberechtigt war. 

Auch Westerwälder Vereins-Vertreter stellten sich Aufgaben im Bereich des Leichtathletikverbandes Rheinland zur Verfügung. Helmut John (Höhr-Grenzhausen) war von 1959 bis 1977 Statistiker und führte von 1978 bis 1999 für die Kasse des LVR verantwortlich. Ute John (Höhr-Grenzhausen) übernahm von 1986 bis 1995 die Aufgaben als Schüler- und Jugendwartin. Karl Scheyer (Alsbach) zeichnete von 1999 bis zum Jahre 2007 als Seniorenwart verantwortlich und wurde für ein Jahr von Hans-Peter Krings (Wallmerod) abgelöst. Von 2008 bis 2016 war Josef Franz (Niederelbert) Referent für Schüler- und Jugendfragen im Verband. 2011 übernahm Timo Candrix (Alpenrod) das Amt des Beauftragten für Lauftreff und wechselte 2019 zum „Beauftragten für Inklusion“ im LVR. 


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