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Rede Walfried Heinz

Nachfolgend die Rede von Walfried Heinz, Präsident des LV Rheinlandes, anläßlich des Pressegesprächs zur Meisterehrung am 23.11.2001, 11.00 Uhr, bei der Sparkasse Koblenz. Die Rede ist, insbesondere im Abschnitt der Vorstellung der Sportlerinnen und Sportler, weitgehend auf den Koblenzer Bereich abgestellt, da zu diesem Pressegespräch hauptsächlich die Koblenzer Medien eingeladen wurden.

Am Pressegespräch nahmen Vertreter von SWR Koblenz, RPR Koblenz und die Rhein-Zeitung (Lokalsport Koblenz) teil. Durch den Pressefotografen, Herrn Frey, wurden Bildaufnahmen gefertigt. Die Rede Walfried Heinz und die Aufstellung der zu ehrenden Sportlerinnen und Sportler wurden auf Anfrage auch Herrn Teusch, freier Mitarbeiter des Trierischen Volksfreundes, zur Verfügung gestellt. Zwischenzeitlich sind Beiträge in SWR 4, RPR Radio 1 gesendet worden, und in der Rhein-Zeitung ist ein Bericht erschienen.

Rede Walfried Heinz

"Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst darf ich mich bei Ihnen Herrn Direktor Lehrer und bei der Sparkasse Koblenz bedanken, dass Sie uns auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit gegeben haben, bei Ihnen unsere Meister zu ehren und auch dafür, dass wir hier in diesen schönen neuen Räumen unsere gemeinsame Pressekonferenz durchführen können Ich danke aber auch den Vertretern der Medien, dass sie heute gekommen sind und sich für unsere Arbeit interessieren.

Ich begrüße Frau Bärbel Hiddemann-Pahnke die in diesem Jahr eng mit uns zusammengearbeitet hat und mit der wir ein neues Logo für den Verband geschaffen haben. Natürlichwerden wir ihnen dieses Loge heute hier vorstellen.

Das Jahr 2001 war für die Leichtathletik im Rheinland ein recht gutes Jahr. Das sage ich nicht nur vor dem Hintergrund der Erfolge unserer Athletinnen und Athleten, das sage ich auch deshalb, weil wir auf anderen Gebieten, wie bei der Jugend- und Schülerarbeit und bei der Förderung des Spitzensports einen großen Schritt weitergekommen sind.
 
    

Unsere Athletinnen und Athleten

Der Leistungssport ist nun mal das A und O der Leichtathletik und ohne diesen Leistungssport bricht dem Verband die Grundlage weg. An den Leistungen unserer Athletinnen und Athleten wird die Leichtathletik letztlich gemessen. Für uns ist das Verpflichtung und aus diesem Grund sind wir erstmals in diesem Jahr verstärkt in die Förderung des Spitzensports eingestiegen und das werden wir in den kommenden Jahren auch so weiterführen.

Aber alle unsere Fördermaßnahmen täuschen natürlich nicht darüber hinweg, dass bei der Ausbildung und der Förderung der Athletinnen und Athleten unsere Vereine die maßgebliche Arbeit leisten. Die Erfolge, die unserer Sportlerinnen und Sportler erzielen, sind in erster Linie die Erfolge der Vereine und sie zeigen, dass in den Vereinen gute Arbeit geleistet wird und dass es ihnen immer wieder gelingt, junge und hoffnungsvolle Talente zu entdecken und in die Spitze zu führen.

Dafür spreche ich den Vereinen, und ich tute das auch im Namen meiner Kollegen aus dem Präsidium, einen herzlichen Dank aus.

Mit sechs Nationalen Titeln und dazu guten Plazierungen bei den Deutschen Meisterschaften haben unsere Athletinnen und Athleten im abgelaufenen Jahr ein hervorragendes Ergebnis eingefahren.

Ganz wesentlichen Anteil an dieser guten Ausbeute hatte natürlich Sabrina Mockenhaupt von der LG Sieg. Nicht weniger als vier Mal stand sie in diesem Jahr als Deutsche Meisterin ganz oben auf dem Treppchen. Der wohl größte Erfolg dabei war der Gewinn der Deutschen Meisterschaft über 5.000 m der Frauen. Folgerichtig blieben da natürlich die internationalen Berufungen nicht aus.

Sabrina war sie Mitglied der 10.000 m Mannschaft bei den inoffiziellen 10.000 m Mannschafts-Europameisterschaften im Frühjahr in Challenge/Spanien. Beim Europa-Cup in Bremen wurde sie über 3000 m eingesetzt und bei den Europameisterschaften U 23 in Amsterdamm gewann sie über 10.000 m ihre erste internationale Medaille und belegte den 3. Platz.

Seit Jahren schon tummelt sich Andrea Meloni (Diezer TSK Oranien) im Gehen in der Deutschen Spitzenklasse. Das Jahr 2001 war aber auch für sie ein herausragendes Jahr. Für ihren 2. Platz bei den Deutschen Gehermeisterschaften wurde sie ebenfalls mit einer internationalen Berufung belohnt. Die Diezerin war Mitglied der DLV Mannschaft beim Europa Cup der Geher in Dudince (Slovakei).

Und noch ein weiterer Athlet aus dem Rheinland sammelte Erfahrungen auf internationalem Parkett. Stefan Keller (TuS Kirn) beherrschte in diesem Jahr das Kugelstoßen bei der männlichen Jugend B nach belieben. Bei allen wichtigen Wettkämpfen hatte er die Nase vorne und die Kugel landete jeweils jenseits der 18m-Marke. Ausgerechnet bei den Nationalen Jugendmeisterschaften holte ihn eine Darminfektion von den Beinen und er wurde "nur" sechster. Aber die bis zu diesem Zeitpunkt gezeigten Leistungen überzeugten den DLV und Stefan Keller war bei den Weltmeisterschaften U 18 in Debecen (Ungarn) mit dabei. Dort belegte er den 14. Platz.

Durch die Mannschaftstitel bei den Deutschen Straßenlaufmeisterschaften durch die Gerolsteiner LGV im Lauf der Junioren Halbmarathon und der Mittelstrecklerinnenmannschaft der weiblichen Jugend A der LG Sieg, erhöhte sich die Ausbeute der nationalen Meistertitel auf sechs.

Hinter diesen Athletinnen und Athleten haben wir eine große Anzahl Talente, von denen wir hoffen, dass sie der Leichtathletik erhalten bleiben und sich in den nächsten Jahren auch in den höheren Klassen etablieren.

Die Koblenzer Talente konnten auch in diesem Jahr wieder Erfolge verbuchen. Annika Schmitt (RW Koblenz) spielte ihre Stärke im Sprint aus und verbesserte sich über 100 m auf 11,90 Sek und über 200 m auf 24,32 Sek. Bei den nationalen Titelkämpfen wurde sie über 100 m Sechste und kam über 200 m auf den 5. Platz. Ihre Vereinskameradin Kerstin Wolf stagnierte, bedingt durch Verletzungen, in Ihrer Leistungsentwicklung. Sie kam im Dreisprung auf eine Saisonbestleistung von 12,17 m und belegte bei den Deutschen Jugendmeisterschaften den 6. Platz.

Nahtlos anknüpfen an die Erfolge der letzen Jahre, konnten die Mädchen des ASV Koblenz. Einen mächtigen Sprung nach vorne machte dabei vor allen Eva Maria Erwes, die sich in der B-Jugend über 400 m Hürden um rund 2 Sekunden verbesserte und bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in 62,16 Sek. einen hervorragenden 3. Platz belegte.

Bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften kamen für die ASV Mädchen weitere große Erfolge dazu. Bei der B-Jugend hatte der ASV Koblenz gleich zwei erfolgreiche Mannschaften am Start. Die erste Siebenkampfmannschaft belegte den zweiten und eine weitere Mannschaft immer noch den 4. Platz.

An den Leistungszentren des vergangenen Jahres, wie Gerolstein, der Kreis Altenkirchen, Andernach/Neuwied, Koblenz und Trier, hat sich nichts geändert.

Die Aufstellung der Athletinnen und Athleten, die wir heute Nachmittag ehren werden, liegt Ihrer Pressemappe bei.
   
    

Aus der Arbeit des Präsidiums

Wie ich meine stimmen bei uns in diesem Jahr nicht nur die Leistungen der Sportlerinnen und Sportler, auch das Umfeld, sprich die Arbeit des Präsidiums kann sich sehen lassen.

Wir haben sehr früh im Jahr im Präsidium eine Zielbildung betrieben und die dort festgelegten Ziel öffentlich gemacht. Damit haben unsere Vereine aber auch die Öffentlichkeit die Möglichkeit unsere Arbeit besser zu kontrollieren und einzuordnen. Eine Transparenz, die erkennbar zu einer höheren Akzeptanz des Verbandes führte. Bei der Wahl unserer Ziele haben wir uns an den Bedürfnissen unserer Kunden, Sprich Mitglieder orientiert. Diese Bedürfnisse kennen wir von 2 Umfragen, die wir in den letzten Jahren bei unseren Vereinen durchgeführt haben.

Unsere Hauptziele waren die Verbesserung der Schüler- und Jugendarbeit, insbesondere eine Verbesserung der Zusammenarbeit mit den Schulen und die Förderung unsere Leistungsträger.

Im Leistungs- und Wettkampfsport steht die verbesserte Präsentation unserer Rheinlandmeisterschaften sehr weit oben auf der Liste unserer Ziele. wir haben hier schon einige kleine Verbesserungen erreicht, so recht von der Stelle sind wir aber noch nicht gekommen.

Die verbesserte Trainer- und Athletenausbildung genießen zukünftig eine hohe Priorität. So beabsichtigen wir, erstmals vor den Deutschen Hallenmeisterschaften, im kommenden Jahr mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem Rheinland ein gemeinsames Trainingslager durchzuführen.

Bei der Ausbildung von Trainern, die wir verstärkt auch mit Athletinnen und Athleten gemeinsam durchführen wollen, werden wir uns bemühen zukünftig auch die Bundestrainer des DLV eingesetzt.

Wir haben das schon in diesem Jahr getan und werden uns auch weiterhin verstärkt um die Sportlerinnen und Sportler kümmern, die der Jugendklasse entwachsen sind. Gerade dieses Engagement wurde in den zurückliegenden Jahren oft von den Spitzentrainern des Verbandes angemahnt.

Die Heranführung von talentierten Athletinnen und Athleten an höhere Aufgaben ist ein weiterer Punkt, den wir in diesem Jahr intensiviert haben. Wir haben unsere Leistungsträger vermehrt zu großen internationalen Sportfesten eingeladen. Gerade dieser Punkt

wird wohl in den nächsten Jahren noch ausgeweitet werden, denn die Verbände, die den Pokal der Freundschaft bestreiten, wollen ihre Spitzensportler gegenseitig zu ihren Internationalen einladen.

Im Schulsport sind wir bestrebt, bestehende Kooperationen mit Schulen auszubauen und neuen Kooperationen anzuschieben. Wir sind dabei, in den unterschiedlichsten Bereichen unseres Verbandsgebiets Lehrerfortbildungen durchzuführen. Die entsprechenden Gespräche mit der Verwaltung wurden geführt und wir sind deren Unterstützung sicher.

Unser Ziel ist es, den Sportunterricht, und hier speziell die Leichtathletik, interessanter zu gestalten, und die Kinder dafür zu interessieren. In der Leichtathletik gibt es ja in diesem Bereich schon einige Programme. Für die Arbeit an den Schulen, aber auch im Verein, wo wie ebenfalls interessantere Übungsstunden brauchen, werden bestehende Übungsvorschläge für die Schulen überarbeitet und den Lehrern zur Verfügung gestellt.

Ich hab`s eben angedeutet, nicht nur in den Schulen, auch in den Vereinen soll die Arbeit mit den jungen Talenten intensiviert und interessanter gestaltet werden. Wir haben zukünftig spezielle Übungsleiterausbildungen mit Schwerpunkt Kinder- und Schülerleichtathletik vorgesehen.

Eine ganz wichtige Veranstaltung im Jugendbereich war unser Symposium "Jugendbefragung" im vergangenen Monat im Gymnasium auf der Karthause. Vorausgegangen war ja unsere Jugendbefragung die unter der Federführung von Willi Maurer durchgeführt wurde. Die Ergebnisse dieser Jugendbefragung, die Ihnen ja auch bekannt sind, gaben ausreichend Stoff für die anschließenden Diskussionen.

Sowohl die Ergebnisse aus der Podiumsdiskussion, als auch die der Workshops brachten sicherlich wichtige Hinweise für die weitere Arbeit der Leichtathleten nicht nur im Rheinland, sondern auch im DLV. Ich möchte jedoch an dieser Stelle feststellen, dass wir einiges von dem was angeregt wurde, bereits angestoßen haben. Das Symposium gab uns die Gewissheit, dass wir auf einem guten Weg sind.

Im Rahmen der Meisterehrung findet heute auch die Siegerehrung für den Fotowettbewerb statt, den wir in diesem Jahr erstmals ausgeschrieben haben. 23 Hobbyfotografen reichten 56 Bilder ein unter denen eine Jury die Sieger ermittelte. Wir hätten uns zwar einige Bilder mehr gewünscht, aber das kann ja im kommenden Jahr der Fall sein, wenn dieser Wettbewerb in die zweite Runde geht

Mitgliederentwicklung, Vereinswechsel

Das der Leichtathletik-Verband Rheinland der kompetente Fachverband für die Vereine ist, wird von den Vereinen zwischenzeitlich anerkannt. In den letzten beiden Jahren konnten wir unsere Mitgliederentwicklung stark verbessern. Inzwischen sind wir bei 38.464 Mitgliedern angekommen, die in 391 Vereinen organisiert sind. Im Jahre 1999 und auch im Jahre 2000 sind jeweils 700 – 800 neue Mitglieder dazugekommen.

Die Wechselfrist für die Athletinnen und Athleten läuft zwar noch bis Ende November, aber schon jetzt kann man sagen, dass wir von spektakulären Wechseln verschont blieben. Von den Athletinnen und Athleten, die wir heute Ehren wechselt lediglich die B-Jugendliche Iris Schneider (LG Loreley-Taunus) außerhalb unseres Verbandsgebiets in den Landesverband Hessen

Wir haben ein neues Logo

Meine sehr geehrten Damen und Herren, es wird Ihnen nicht entgangen sein, dass wir uns heute mit neuen Outfit präsentieren. Zu einem modernen und leistungsfähigen Verband gehört auch ein modernes, aussagekräftiges Logo. Auch das sind wir in diesem Jahr angegangen und haben mit Hilfe von Frau Hiddemann-Pahnke das geschaffen, was wir ihnen heute hier präsentieren werden.

"Kleider machen Leute" heißt das Sprichwort. Aber machen Kleider wirklich Leute?

Reicht es aus, ein neues Logo zu kreieren und schon ist der altbackene Sportverband modern?

Sicherlich kann man – und das macht uns die Werbung ja Tag Täglich vor- mit einem gut gestylten Auftritt Eindruck erwecken, aber dann?

Wenn die mit dem Auftritt verbundenen Erwartungen nicht erfüllt werden, spätestens dann springt der Kunde ab.

Nun, wir haben eine andere Vorgehensweise eingeschlagen.

Als das jetzige Präsidium vor etwa 3 Jahren im Leichtathletik-Verband Rheinland seine Arbeit aufnahm, hat es sich zum Ziel gesetzt, den Sportfachverband, der bis dahin ein Verband der "Dienstgesinnung" war, zu einem "Dienstleister für die Vereine" zu wandeln.

Angestrebt war eine Neuausrichtung der Marke "Leichtathletik-Verband Rheinland".

Die Aufgaben des Verbandes sollten also nicht mehr nur darin bestehen, Meisterschaften "zu verwalten", vielmehr war ein serviceorientiertes, modernes und flexibles Image angestrebt.

Die Mitgliedsvereine, also die "Kunden" des Verbandes, sollten durch innovative serviceorientierte Angebotsformate an den Verband gebunden werden.

Der LVR sollte zu einer Marke aufgebaut werden.

Mit Befragungen wurden die Wünsche der "Kunden" in Erfahrung gebracht.

Die daraus entstandenen Konzepte wurden in die Maßnahmen umgesetzt, die den "Kundenwünschen" entsprachen, Walfried Heinz hat ja schon einige angesprochen.

Nun nach 3 Jahren wollen wir die Neuausrichtung des Verbandes auch durch ein neues Corporate Design kommunizieren. Mit dem neuen Markenzeichen sollen auch die neuen Werte verknüpft werden: Stringente Neuausrichtung in einen Dienstleistungsverband.

Neben den leichtathletischen "Grundwerten": für "höher" und "weiter", sollen die beiden Pfeile stellvertretend für die Stringens des Verbandes stehen."

 

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